Archiv für den Monat: Juni 2015

Der Ursprung aller Dinge

„Die Einheit, das Eine-und-Unteilbare,
der Ursprung und die Wurzel aller Dinge,
ist als solche in allen Dingen anwesend.

Es gibt nichts ohne Ursprung.
Alles, was hervorgebracht wird, ist unvollkommen und teilbar,
kann vermehrt oder vermindert werden.
Das Vollkommene jedoch ist nichts von alle dem.“ 

Corpus Hermeticum, Siebtes Buch

Sonnensturm<br>(c) Inhaus Creative | Dieter SpearsWas sagt mir diese hermetische Botschaft, die tausende Jahre alt ist, heute?
Was fange ich damit in meinem Lebens-Alltag an?
Woher kommt die Sehnsucht nach Vollkommenheit?

Hermes Trismegistos über das „Mitbewegen“

„Durch das Mitbewegen wird das Göttliche ausgetragen und im Raum der Natur geoffenbart. Wenn Sie dann weiter bedenken, dass alles Geoffenbarte aus den sieben voneinander abhängenden göttlichen Strahlen entstanden ist, dann wissen Sie, dass alles Erschaffene das Bild, das Wesen, den Kern des Göttlichen in sich Sphinxtragen muss, dass in allem Erschaffenen ein göttliches Ziel verborgen liegt; ein Ziel, das nur durch Mitbewegen verwirklicht werden kann. Das ist eine gewaltige Schlussfolgerung, zu der die ägyptische Philosophie, die Philosophie des Hermes Trismegistos uns führt. Wer im Mitbewegen steht, wer in die Mitbewegung eintritt und darin ausharrt, wird den Gottesplan in sich und durch sich verwirklichen.“

Die ägyptische Urgnosis, Teil 2
Jan van Rijckenborgh

Liebe als Vollkommenheit ohne Gegenpol

„In der göttlichen All-Offenbarung herrscht ein All-Rhythmus, der im kleinsten Atom anwesend ist. Dieser Seinszustand kennt keine Gegensätze, keine Schlagschatten und bringt sich unveränderlich selbst Chinesische Gnosishervor. Dort wird Gut nicht gegen Böse eingesetzt, Schönheit nicht gegen Hässlichkeit, Liebe nicht gegen Hass, kein Wahn gegen die Wirklichkeit. Die Gnosis besitzt keine Liebes-Eigenschaften, die Liebe geht nicht von ihr aus, sie ist Liebe!

Mit anderen Worten: Gottes Liebe kennt keine Richtungen, keinen Streit, keine Aktivität. Sie ist in sich selbst“.

Die Chinesische Gnosis,
Jan van Rijckenborgh / Catharose de Petri

Gemeinsame Befreiung

„Niemand kann seine Befreiung ohne die Befreiung derPendelzeichnung Anderen erreichen. Alle müssen wir aufeinander warten. Zusammen bilden wir eine einzige Hierarchie von Wesen, einen Körper, einen pulsierenden Organismus. Weil sich letzten Endes aller Hass und alle Feindschaft gesetzmäßig in Liebe und Freundschaft wandeln müssen, sind Feindschaft und Hass unsinnig.“

Das Bekenntnis der Bruderschaft des Rosenkreuzes,
Jan van Rijckenborgh

Die Idee der Freiheit (R. Steiner)

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„Der Freie lebt in dem Vertrauen darauf, dass der andere Freie mit ihm einer geistigen Welt angehört und sich in seinen Intentionen mit ihm begegnen wird. Der Freie verlangt von seinen Mitmenschen keine Übereinstimmung, aber er erwartet sie, weil sie in der menschlichen Natur liegt. Damit ist nicht auf die Notwendigkeiten gedeutet, die für diese oder jene äußeren Einrichtungen bestehen, sondern auf die Gesinnung, auf die Seelenverfassung, durch die der Mensch in seinem Sich-Erleben unter von ihm geschätzten Mitmenschen der menschlichen Würde am meisten gerecht wird.“

Rudolf Steiner, „Die Philosophie der Freiheit“,
Kapitel „Die Ideen der Freiheit“

Sind wir wirklich frei?

In der Geistesschule des Rosenkreuzes spricht man dem Menschen die Möglichkeit zu, sich in freier Entscheidung, für oder gegen den Drang seines inneren Wesens, für oder gegen die innere Notwendigkeit zu entscheiden.

Vogel: Symbol für Freiheit

J.v.Rijckenborgh schreibt darüber in dem Buch „Die Ägyptische Urgnosis“:

Es gibt in der ganzen Schöpfung ein vollkommenes Mitbewegen zur absoluten Göttlichkeit. Aber daneben besteht auch die Möglichkeit für ein vollständiges Gegenbewegen! Denn die Möglichkeit, die Göttlichkeit zu erreichen, die dem Geschöpf geschenkt ist, schließt absolute Freiheit ein.

[Redaktion]

Blog gestartet – wir freuen uns auf lebendigen Austausch!

An dieser Stelle wollen wir künftig spirituelle Impulse veröffentlichen. Es wäre schön, wenn wir außerdem in einen lebendigen Austausch über unsere Texte und das Online-Seminar mit Ihnen treten können!

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