Archiv für den Monat: Juli 2015

Der Gral als Symbol

Der Gral begleitet die Menschheit als Symbol seit Jahrtausenden. Der Weg zu ihm gilt als großes Mysterium. Kaum eine Legende des Abendlandes hat die Phantasie der Menschen so beflügelt wie die Legende vom Gral.

Bereits im alten Ägypten taucht die Urform des Gralsmotivs in den Schriften des Hermes Trismegistos auf. Im siebten Buch des Corpus Hermeticum heißt es:

Gral zwei Welten
Spirituell gesehen verbindet der Gral zwei Welten mit einander.

„Gott hat einen großen, mit den Kräften des Geistes gefüllten Krater
in die Tiefe 
gesandt und einen Botschafter mit dem Auftrag bedacht, den Herzen der Menschen zu verkünden:
‚Taucht hinein in diesen Krater, ihr Seelen, die ihr es vermöget. Ihr, die glaubet und vertrauet, dass ihr aufsteigen werdet zu ihm, der dieses Mischgefäß in die Tiefe gesandt hat.’ “

Wie kommt es, dass diese Vision des Grals bereits aus vorchristlicher Zeit ihre inspirierende Kraft legendenhaft über die Minnesänger des Mittelalters bis in die heutige Zeit bewahrt hat?
Was bedeutet der Gral für den Sucher heute? Der Becher, der „Krater“, das Mischgefäß, kann ihm als feinstoffliches Energiefeld begegnen, in dem sich göttliche und menschliche Kräfte vermischen, um den Menschen aus Zeit und Raum zu erheben. Auf dem Weg formt jeder Mensch jedoch den Gral auch in sich selbst.

[Redaktion]

Warum lebe ich?

Im ersten Teil des Online-Seminars werden drei existenzielle Fragen gestellt:

Woher komme ich? Warum lebe ich? Und: Wohin gehe ich?

Fragezeichen

Auf den ersten Blick klingt das philosophisch: Was hat das mit mir zu tun? Was ist, wenn ich diese Fragen nicht beantworten kann?

Jedoch: Etwas hat eingehakt. Die Fragen gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Also muss da etwas sein, was auf eine Antwort wartet. Aber wie kann ich die Fragen mit meinem persönlichen Leben verbinden? Ich beginne mit der 2. Frage: Warum lebe ich überhaupt – oder: wofür lebe ich, das bedeutet: Was ist der Sinn meines Lebens?

Im Moment weiß ich keine endgültige Antwort darauf. Meine Erfahrung ist eben, dass sich alles wiederholt, mal geht es bergauf, mal geht es abwärts. Der Alltag verschlingt mich und abends frage ich mich: soll das alles gewesen sein? In mir macht sich Unmut breit, weil mich eigentlich nichts wirklich zufriedenstellt.

Können mich die drei Fragen zu einer Lösung führen? Können sie womöglich in der Tiefe eine Antwort enthalten? Das klingt wunderlich. Es kommt mir der Gedanke, dass die erste und die dritte Frage wahrscheinlich eine Antwort auf die zweite bereithalten. Zumindest muss ich das für möglich halten. Also: Weiter beobachten und nach innen hören.

[Redaktion]

Alles wird vom göttlichen Licht durchstrahlt …

Im ersten Teil des Online-Seminars findet man den Satz:
Alles wird vom göttlichen Licht durchstrahlt und nimmt darin Gestalt an.

Griechenland SonnenuntergangDarüber will ich nach-denken. Das göttliche Licht – wie kann ich das begreifen, umfassen? Vor allem: wie weiß ich, dass es mich durchstrahlt? Gott ist unendlich fern von mir und gleichzeitig in mir, sagt die alte Weisheit. Es muss also etwas in mir sein, das das göttliche Licht auffängt und festhält. Denn sonst strahlt es nur durch mich hindurch ohne Spuren zu hinterlassen. Aber es bewirkt etwas in meinem Wesen. Kann ich diese „Gestalt“ wahrnehmen? Meine fünf Sinne sind zu grob dafür. Jedoch in meinem Herzen scheint es auf, dieses göttliche Licht. Mein Bewusstsein sieht klarer wie ich bin, wie die Welt ist. Dieses innere Licht erhellt mein Denken und meine Empfindungen. Bleibt es dabei? Ich muss dem Licht entgegengehen, indem ich es ernst nehme. Es fordert mich auf, dies und jenes zu korrigieren. Auf einmal erkenne ich das Alte und das Neue, das sich bereits ankündigt. Es wird mir bewusst, dass das Licht für meine Seele erstrahlt. Und die Seele reflektiert die Erkenntnis in mein Bewusstsein. Dann folgt der nächste Schritt auf dem Weg.

[Redaktion]

Weisheit und das astrale Feld des Menschen

Sonnenuntergang mit Mensch„Alle Weisheit, die in einem Menschen ist,
alle Weisheit, die also zugleich eine Kraft ist,
wird in das astrale Feld projiziert, in dem der Mensch lebt.
Ist dieses astrale Feld von erhabener und universeller Art
und haben dessen Weisheit und Kraft Ewigkeitswert,
dann besitzen die Projektionen ebenfalls Ewigkeitswert,
dauern an und bewirken Kraft“.

Die Alchimische Hochzeit des Christian Rosenkreuz, Teil 1
Jan van Rijckenborgh

Die geheime Hilfe der Rosenkreuzer

„Es gibt eine göttliche Kraft, die von Stunde zu Stunde und von Sekunde zu Sekunde in uns eindringen und unter uns wohnen will, mit dem Ziel, die Erde und ihre Bewohner harmonisch mit einstimmen zu lassen in die Harmonie der Sphären, sie vollkommen zu ihrer Bestimmung zu drängen und emporzuheben. Diese göttliche Kraft kann nicht ohne Ihre Mitwirkung die Dinge zum Werden drängen. Sie muss durch Sie hindurchschlagen und Sie zu bewusst mitwirkenden Teilen der Allwerdung erwecken.

Dahlie

Darum wurde einst gesagt:
‚Gottes Schöpfung liegt im Menschen versunken. Wir sind Teile seiner Schöpfung, Rädchen in der großen Allverwirklichung; und deshalb ist ein Werden, die Krönung seiner Schöpfung, von der bewussten Mitwirkung, der bewussten Hingabe der Menschenhäupter, Menschenherzen und Menschenhände abhängig.‘ „

Jan van Rijckenborgh: Der Ruf der Rosenkreuzer Bruderschaft, 1985, S. 309

Gnosis, die göttliche Wissenschaft

„Ebenso wie die Luft unserer Atmosphäre allgegenwärtig ist und wie wir bei jedem Atemzug daraus leben, so ist die göttliche Wissenschaft, die Gnosis, wie eine Atmosphäre. Wohin der Mensch sich auch wendet, worauf er sich auch richtet, das universelle Wissen strömt ihm zu wie die Atemluft.

Klang der WeltseeleDas Wissen, diese Weisheit ist deshalb der Sauerstoff, der wirklich unentbehrliche Lebensatem des wiedergeborenen Seelenmenschen. Das Teilhaben am universellen Quell der Weisheit, das Einswerden damit, bedeutet naturgemäß das völlige Lösen, das restlose Freiwerden von allem überlieferten, dialektischen Wissen. Denn jede dialektische Wissenschaft ist im Wesen Täuschung, gebunden an die Wirkungen der Sinne.

Die göttliche universelle Wissenschaft dagegen, die Gnosis, die Wissenschaft von der Hermes zeugt, geht nicht von einem Menschen oder von einer Menschengruppe aus, ist nicht in Fachwissenschaften eingeteilt, sondern ist, wie erwähnt, allgegenwärtig wie eine Atmosphäre. Daher weden alle, die in dieser Atmosphäre existentiell atmen lernen, in allen Jahrhunderten zum gleichen Ergebnis und zu denselben Schlußfolgerungen gelangen.

Überall in der Welt gibt es zwischen den von Gott Gekannten keinen einzigen Unterschied im Wissen oder in der Einstellung, auch wenn sie sich der Naturgestalt nach niemals gesehen haben; es ist eine absolute Einheit zwischen allen.“

Jan van Rijckenborgh,
Die Ägyptische Urgnosis, Band III, Kap. 25

Wiedergeburt von Seele und Körper

Rose in Hand„So entdecken wir, dass die in der fundamentalen Veränderung beschriebene Berührung des himmlischen Menschen sowohl die Seele als auch die Körpergestalt in einen Prozess der Wiedergeburt einbezieht. Durch die fundamentale Veränderung wird die Seele Mittler für einen befreienden Impuls, welcher der Körpergestalt übertragen wird. Die befreiende Handlung, die darauf folgt, reinigt die Seele und befähigt sie, ihrerseits von der höheren Seele, der himmlischen Gestalt im Uranus Siebenkreis, beseelt zu werden.“

Das christliche Einweihungsmysterium – Dei Gloria Intacta
Jan van Rijckenborgh