Veranstaltungen in Essen, Fürth und Stuttgart: Offener Raum für spirituelle Begegnungen

Der “Offene Raum” bietet die Gelegenheit zum Austausch von individuellen Erfahrungen auf dem spirituellen Weg.

Offener Raum„Weit jenseits aller Vorstellung von Richtig und Falsch gibt es ein Feld. Dort werde ich dich treffen.“
( J. Rumi)

Gelegenheiten zum spirituellen Erfahrungsaustausch bieten unter anderem die Zentren Essen, Nürnberg-Fürth und Stuttgart in der ersten Jahreshälfte 2017.

Weitere Informationen und die genauen Termine finden Sie unter der Veranstaltungs-Übersicht „Offener Raum für spirituelle Begegnung“.

Herzlich willkommen!

Silvester – Abschied vom Alten, Wechsel zum Neuen

Für die meisten Menschen ist hierzulande der Jahreswechsel ein willkommener Anlass, den letzten Tag des Jahres mit einer Silvesterfeier abzuschließen, um unmittelbar nach Mitternacht das Neue Jahr zu begrüßen. Kirchenglocken läuten, Böller und Feuerwerk werden gezündet. Es wird mit Sekt angestoßen, Glückwünsche werden verteilt und die guten Vorsätze für das kommende Jahr bekanntgegeben.

Licht im WinterEs wird auch über das Leben philosophiert, über Vergänglichkeit und über den Wunsch, wirklich einmal einen Neuanfang zu wagen. Die meisten haben die Erfahrung gemacht, dass ein echter Neubeginn in ihrem Leben so ohne weiteres nicht gelingt.

Man möchte nicht mehr so weitermachen wie bisher und fühlt sich in der Tretmühle der alten Gewohnheiten gefangen. Doch man ahnt, dass es etwas ganz anderes gibt – aber es ist schwer zu fassen.

Was ist nötig für einen wirklich neuen Anfang – ein Anfang, der zu einem grundlegend anderen Leben führen kann?

Der fragende Mensch braucht nicht im Außen nach Antworten zu suchen. Alles, was ein Mensch wissen muss, ist im Kern seines Wesens bereits angelegt, im göttlichen Funken – gleichsam ein Atom des göttlichen Feuers. Sein Wesen repräsentiert die allumfassende Liebe, die Vollkommenheit und ewiges Sein. Daran kann der Mensch, der sein Herz dafür öffnet, teilhaben. Wer die Strahlungen des Geistes in sein Wesen aufnimmt, wird durch inneres Wissen in seinem Bewusstsein erleuchtet und erhält die Kraft, um eine neue Lebenshaltung zu verwirklichen.

Solch ein fundamentaler Wechsel kann sich an einem beliebigen Tag im Lauf des Jahres vollziehen – an einem Silvestertag, unabhängig von Zeit und Raum.

Weihnachten – die Geburt des Lichtes im Menschen

Jährlich am 24. Dezember wird das Weihnachtsfest gefeiert und der Geburt Jesu Christi vor rund 2000 Jahren gedacht. Die christliche Welt begeht den Heiligen Abend meist als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken.

LichtWeihnachten hat in seiner heutigen Form die Werte der Tradition weitgehend verloren, es ist zu einem kommerziellen Kult geworden. Der Einzelne kann die historische Heilstatsache kaum mehr in einen aktuellen Bezug zu sich selbst setzen. Wer kennt noch die tiefere Bedeutung der Worte „stille Nacht, heilige Nacht“, Weih-Nacht, Heiligabend oder Christfest? Dennoch stimuliert das „künstliche“ Licht der Weihnachtsbeleuchtung und der unzähligen Kerzen die Erinnerung an … ja woran?

Das Licht weckt die Sehnsucht der Menschen nach wirklichem Licht, nach innerer Erleuchtung. Die Weihnachtsgeschichte wird jedoch erst dann eine erfahrbare Wirklichkeit, wenn „Christus – das Licht der Welt“ im Herzen geboren wird.

Angelus Silesius, ein christlicher Mystiker, drückte es vor 350 Jahren so aus: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, so wärst du doch verloren“.

Warum verloren? Weil das symbolische Ritual des Weihnachtsfestes das verdunkelte Bewusstsein des Menschen nicht erhellen kann. Trotz der äußeren Bemühungen, sich dem Mysterium der geweihten Nacht zu nähern, wird er ohne die reale innere Erfahrung der unsterblichen Christuskraft vergehen.

Denn: Nur aus einem neuen Samen kommt ein neues Geschöpf, heißt es in der alten Weisheit. Das bedeutet, dass aus dem „Samenkorn Jesu“ eine umfassende Neuschöpfung entstehen kann, der geistige Mensch. Der weihnachtliche Mythos wird ergründet, wenn der Mensch seinem Leben eine fundamental neue Richtung gibt. Wenn er den Impulsen des göttlichen Lichtfunkens in seinem Herzen folgt, um die Nacht seiner Seele zu erhellen. Licht ist das Symbol für Erkenntnis, für ein neues Bewusstsein. Im Evangelium wird geschildert, wie sich die unsterbliche Seele, Jesus, entwickelt und schließlich vom Geist berührt wird. Als Christus, als wiedergeborener, erneuerter Mikrokosmos, geht er in das Ewige Leben ein. Deshalb ist die innerlich erlebte Christnacht das zentrale Ereignis in einem Menschen-leben: Der Beginn eines neuen Menschseins.

Die 7 Briefe des Online-Seminars beschreiben, wie sich der Mensch auf die innere Lichtgeburt vorbereiten und so Jesus, seiner neuen Seele, den Weg bereiten kann.

Kalender-Spruch Dezember 2016

„Der Fehler macht den Wert der getanen Mühe nicht zunichte.“

(aus Afrika)

Fehler zu machen ist menschlich. Aber werden sie auch verziehen? Jeder hat dazu seine persönlichen Erfahrungen. Wird ein Fehler festgestellt, erntet man entweder Kritik, sachliche Korrektur oder ein aufbauendes Wort, zum Beispiel: „Das kann jedem passieren. Du hast viel Arbeit investiert, alles halb so schlimm“. Die Anstrengung wurde gewürdigt.

Auch geflügelte Worte drücken dies aus: Nobody is perfect, das Leben ist Versuch und Irrtum, learning by doing. Der Fehler macht den Wert der getanen Mühe nicht zunichte.

Alle Menschen machen im Lauf ihres Lebens unzählige „Fehler“. Wie die Geschichte der Menschheit zeigt, sind Fehler, positiv betrachtet, eher Erfahrungen. Sie haben zu ungeahnten kulturellen Leistungen geführt. Der Fehler macht den Wert der getanen Mühe nicht zunichte.

Und wie verhält es sich für einen geistig strebenden Menschen? Auch er ist wie jeder andere gegen Fehler nicht gefeit. Als irdischer Mensch ist und bleibt er unvollkommen.

HimmelsleiterSo ist es auf dem spirituellen Weg unvermeidlich, dass der Mensch mit seinen begrenzten Fähigkeiten „Fehler“ begeht. Er kann sie jedoch korrigieren. Es beginnt mit der zunehmenden Bewusstwerdung dessen, was ihn auf dem Weg behindert. Aus Einsicht folgt der Wunsch, es beim nächsten Schritt besser zu machen und die Konsequenz aus dem „Fehler“ zu ziehen.

Auf diesem Erfahrungsweg können nach und nach egozentrische Tendenzen aufgelöst, Trägheit überwunden und  Missverständnisse geklärt werden. „Fehler“ sind dann Etappen in einer Entwicklung vom irdischen zum geistigen Menschen. „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“ sagt Goethe im Faust.

Das Ziel des geistigen Weges ist es, ein vollkommenes Ebenbild des göttlichen Geistes zu werden: unsterblich und vollkommen, ohne Fehler.

Nüchtern betrachtet jedoch gilt: Ohne die Hilfe der geistigen Kraft könnte eine Höherentwicklung des Menschen nicht gelingen. Es ist die göttliche Gnade, die den Strebenden letztlich doch das Ziel der Regeneration, die Wiedererschaffung des ursprünglichen göttlichen Menschen, erreichen lässt.

Das Gesetz des Herzens (Spiritualität und Gesetz, Teil 3)

Ob Gesetz, Vorschrift, Regel oder Richtlinie – jeder spirituell Strebende wird diese je nach Bewusstseinszustand als Zwang und Einschränkung auffassen – oder als Hilfestellung und Wegweiser.

Am Anfang des Weges nähert man sich den äußeren Verhaltensweisen in der Schülergemeinschaft an. Nach und nach wird deutlich, dass im eigenen Inneren andere Kräfte wirken und damit auch andere Gesetzmäßigkeiten gelten als im Außen. Je mehr sich die Einflüsse der neuen Beseelung im Bewusstsein des Schülers bemerkbar machen, desto mehr wird auch das innere Gesetz erkannt. Alles, was aus dem Geistkern in das Herz „geschrieben“ wird, kann zum Bewusstsein durchdringen und im Leben angewendet werden.

In dem Buch Die Gnosis in aktueller Offenbarung schreibt Jan van Rijckenborgh, einer der Gründer der Geistesschule des Rosenkreuzes:

Rosenherz„Sie werden jedoch verstehen, dass die Schule Ihnen keine Lebensregeln zu geben wünscht … keine neuen 10 Gebote … Wenn Christus sagt: Folget mir nach … wird damit gemeint, dass Sie dem Gesetz folgen sollen, so wie es in Ihr Herz geschrieben ist … Wenn Sie nun das Licht in sich gut untersuchen, werden Sie entdecken, dass in dieser Strahlung auch eine Reihe Anweisungen darüber enthalten sind, wie Sie das in diesem Licht Erkannte verwirklichen können. Das ist das Gesetz in Ihrem Herzen … Und doch ist dieses innerliche Gesetz bei allen sehr verschieden … was in Ihr Herz geschrieben ist … passt sich völlig Ihrem Seinszustand an …“ (…gekürzt)

„Gnostische Gesetze?“ Ja. Sie sind die Grundlage für alle Manifestationen des göttlichen Geistes.

Der himmlische Mensch lebt durch sie und erfüllt sie.

Der irdische Mensch wird vom gnostischen Gesetz „gelebt“, ohne es jedoch zu erfüllen, denn es ist ihm noch nicht bewusst.

Der Rosenkreuz-Schüler erkennt es innerlich und strebt danach, es zu erfüllen.

Advent – Tradition oder Vorbereitung für den Neuanfang?

Die Adventszeit beginnt ungefähr vier Wochen vor Weihnachten. Advent bedeutet übersetzt: Ankunft. Wer oder was kommt an? Schon im frühen Mittelalter sprach man von Adventus Domini, der Ankunft des Herrn. In der christlichen Tradition bereiten sich die Menschen während dieser Wochen auf Weihnachten, die Geburt Jesu Christi, vor. Es gibt unzählige Gebräuche, die Zeit bis zur Ankunft des Christkindes zu gestalten. Fast jeder hat es von Kindertagen an bis heute in der einen oder anderen Form erlebt: An jedem der vier Adventssonntage wird am Adventskranz nacheinander eine der vier Kerzen entzündet, im Adventskalender wird täglich eines der 24 Türchen geöffnet, ein Lichterbogen wird ins Fenster gestellt. Und es ist die Zeit der Wunschzettel sowie der Weihnachtseinkäufe.

nodeid7830_rosenherz2Was bedeutet die Ankunft des Jesuskindes und seine Geburt in der Heiligen Nacht – jenseits von religiösem Brauchtum und Konvention? Spirituell verstanden ist es kein einmaliges Geschehen, das vor rund 2000 Jahren in Palästina stattfand, sondern das Symbol für ein Ereignis, das sich jederzeit in jedem Menschen vollziehen kann. Es ist die Geburt einer neuen, aus dem Geistkern geborenen Seele, die die Grundlage für den geistigen Weg bildet.

Dazu ist ein Prozess der inneren Verwandlung nötig, der sich in den Wochen vor der Weihe-Nacht vollziehen muss. Ohne diese Vorbereitungszeit, die wie eine Schwangerschaft der Geburt vorausgeht, kann sich das geistige Licht im Menschen nicht manifestieren.

Der Mensch, der aus innerer Sehnsucht nach geistiger Erneuerung seines Wesens strebt, kann jeden Tag mit seiner persönlichen Adventszeit beginnen.

Die 7 Briefe des Online-Seminars können die Grundlage bilden, um sich auf die praktische Umsetzung der Rosenkreuzer-Philosophie vorzubereiten und so der inneren Lichtgeburt entgegen zu leben.

Adventszeit – Zeit des Ankommens bei der Liebe

Öffne jetzt die Türen zu deinem Herzen!

Dieses Online-Seminar ist der Liebe gewidmet und damit dem Herzen jedes Menschen, der an diesem Abend dabei ist. Im Zentrum steht die Frage unseres persönlichen ‚Advents‘, unseres Ankommens bei uns selbst, unserer Wahrheit und bei unserem Herzen, das nichts will außer zu lieben und diese Liebe in der Gemeinschaft zu feiern.

Am Ende eines sehr unfriedlichen und für viele beunruhigenden Jahres bietet dieser Dezember jedem von uns eine exzellente Gelegenheit, den ersehnten Frieden, die Freude, innere Ruhe und das Vertrauen ins Leben zu finden oder zu vertiefen.

Das Reich des Kaisers und das Reich Gottes (Spiritualität und Gesetz, Teil 2)

Wenn man die Evangelien im Neuen Testament als Beschreibungen eines spirituellen Weges liest, kann der folgende Spruch eine Orientierung geben.

„So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“.
(Matt. 22,21)

 

Greif
Greif

Hier werden zwei unterschiedliche Dimensionen angesprochen: das „Reich des Kaisers“ und das „Reich Gottes“. Kaiser und Gott symbolisieren zwei ganz unterschiedliche Welten. Der Kaiser steht für das Außen, zum Beispiel für die Regierung, für die Familie, für das tägliche Leben. Gott steht für das Innen des Menschen, für die geistigen Dinge, für ein spirituelles Leben.

Der Spruch macht deutlich, dass der Kaiser die Rahmenbedingungen für das irdische Leben vorgibt. Er fordert seinen Tribut, eine Art Steuer, zum Beispiel muss man für den Lebensunterhalt sorgen, sich um die Familie kümmern, soziale Verpflichtungen verantwortungsvoll erfüllen. Und sogar das Leben wird am Ende durch den Tod zurückgefordert.

Was muss man Gott, dem Geist „geben“? Der Mensch, der einen spirituellen Weg beginnt,  „schenkt“ Gott sein Herz und seine Hingabe. Er sehnt sich nach Erlösung und Befreiung. Mehr und mehr wird er Erkenntnis in Lebenspraxis umsetzen. Später wird er auf der Basis seines erneuerten Seelenbewusstseins alle Menschen in ihrem spirituellen Streben unterstützen wollen.

Äußere und innere Gesetze

Das Verhältnis zwischen irdischen Erfordernissen und spirituellem Streben bilden keinen Gegensatz. Als Doppelwesen lebt der Mensch in zwei Welten gleichzeitig. Er besitzt eine sterbliche Persönlichkeit und einen unsterblichen Geistkern, aus dem sich durch ein spirituelles Leben einmal der geistige Mensch entwickeln kann.

Der Spruch „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ dient vor allem dazu, dass das Außen und Innen nicht verwechselt wird. Mit den Dingen dieser Welt kann Gott nichts anfangen und umgekehrt, die inneren, geistigen Werte sind nur für den  spirituellen Menschen bestimmt, nicht für das äußere Leben.

Jede Art spiritueller Entwicklung, auch das Schülertum in der Geistesschule des Rosenkreuzes, gründet sich auf geistige Gesetzmäßigkeiten. Sie sind in spirituellen Texten überliefert und werden durch die Erfahrungswerte von Menschen, die den Weg bereits in früheren Zeiten gegangen sind, untermauert.

Die Empfehlung, zum Beispiel Fleisch, Alkohol und Tabak zu vermeiden, bezieht sich auf die Reinigung des Körpers der Persönlichkeit. Die Geburt und das Wachstum der neuen Seele werden gefördert, wenn der Schüler sich bemüht, auf seine Gedanken und Gefühle zu achten und sich immer wieder in die Stille begibt. Um solch eine Lebenshaltung in der Praxis des täglichen Lebens aufrechtzuerhalten, benötigt der Schüler ein geistiges Fundament. Durch den Besuch von Tempeldiensten erhält der göttliche Funke im Herzen genügend gnostische Lichtkraft, um alle Prozesse der Transformation im Mikrokosmos durchzuführen zu können.

Im 3. Teil geht es um das „Gesetz des Herzens“.

Gesetze – Zwang oder Hilfe? (Spiritualität und Gesetz, Teil 1)

Die Welt ist voller Gesetze! Planeten ziehen ihre Bahn am Himmel. Die Schwerkraft lässt den Teller am Boden zersplittern. Der Magnet zieht an oder stößt ab. Das Gesetz von Ursache und Wirkung, das Karma, lautet: Jede Tat hat Folgen. Und der Volksmund weiß: „Wer nicht hören will muss fühlen“. „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“.

Weidendach

Es gibt keinen Lebensbereich, der nicht von Gesetzen, Regeln und Richtlinien bestimmt wird. Manche davon wirken universell, andere sind menschengemacht.
Hilfreich ist die Unterscheidung zwischen den Gesetzen, die das irdische Leben regeln, und den Gesetzmäßigkeiten in der göttlichen Sphäre.

Der Mensch auf Erden braucht Gesetze, die ihn in eine Ordnung einbetten, ihm einen Rahmen und Halt geben. Er benötigt Leitlinien, damit er nicht völlig im Lebenskampf untergeht oder sich selbst auslöscht.

Die geistigen Gesetze dienen dazu, die Lebewesen der Schöpfung auf die nächst höhere Stufe ihrer Entwicklung zu führen. Sie garantieren, dass das geistige Potential des Menschen sich entfalten kann.

Dementsprechend spricht das Rosenkreuz in seiner Philosophie von zwei Naturordnungen: Die Gebiete des göttlichen Geistes und darin eingeschlossen, jedoch fundamental davon getrennt, das Diesseits und das Jenseits als die beiden Hälften der irdischen Welt.

In der Schule des Rosenkreuzes gibt es Vorschriften, Regeln und Richtlinien. Was ist für einen spirituellen Weg an Vorgaben grundsätzlich nötig und was kann nur individuell vom Schüler selbst entschieden werden? Das hängt von der jeweiligen Sichtweise ab! Was für den einen autoritär erscheint, ist für den anderen eine Hilfestellung. Hinzu kommt bei einigen die Neigung, sich selbst ein „Gesetzbuch“ vorzugeben, nach dem sie ihren Schülerweg gestalten.

Warum braucht die Menschheit überhaupt Gesetze? Weil seit Erscheinen des Menschen auf Erden sein Selbstbewusstsein stetig gewachsen ist und seine Individualität sich mehr und mehr ausprägt. Jede Kultur muss deshalb Regeln für das soziale, wirtschaftliche und politische Zusammenleben der Gesellschaft aufstellen, will sie auf lange Sicht Bestand haben. Mittlerweile ist die Selbstbehauptung des Menschen so stark geworden, dass der dünne Kulturfirnis nur mühsam in der Lage ist, die Egozentrik der Menschen in Schach zu halten. Die Einzelheiten präsentieren uns die Medien jeden Tag.

Der Mensch unterliegt (neben den Naturgesetzen) drei Arten von Gesetzen.

  • Für die Persönlichkeit gibt es das Bürgerliche Gesetzbuch und die kulturellen Gepflogenheiten ihres Landes.
  • Die Seele des Menschen funktioniert nach energetischen Gesetzmäßigkeiten.
  • Der geistige Kern in der Mitte des Mikrokosmos reagiert auf gnostische Gesetze.

Das bedeutet, dass die jeweils herrschenden Gesetze eng an die Eigenschaften des Lebensraumes und die Eigenart seiner Bewohner gekoppelt sind.

Im 2. Teil geht es um innere und äußere Gesetze.

Kalender-Spruch November 2016

Science Fiction: Tür zum Himmel

„Wenn du die Tür offenlässt, kannst du sicher sein, dass jemand eintreten wird.“

(aus Afrika)

Wenn man sich in der Welt umschaut, wird deutlich, dass in jedem Land, in jeder Region  die Menschen ein anderes Verhältnis zu „ihrer“ Tür haben. In der Bambushütte unter Palmen ist die Tür nur ein Durchgang, woanders wird die Haustür geschlossen, aber nicht abgeschlossen. In Städten werden Türen abgeschlossen, teilweise mit Vorhänge-schlössern gesichert oder sogar mit einem elektronischen Sicherungssystem inklusive Alarmsignal versehen.

Vorsichtsmaßnahmen dieser Art haben den Sinn, sich vor Diebstahl und ungebetenen Gästen zu schützen. Die schlechten Erfahrungen vieler führen dazu, dass der Spruch Wenn du die Tür offenlässt, kannst du sicher sein, dass jemand eintreten wird nur negativ gesehen wird: Als Warnung.

Anderes dagegen beim „Tag der offenen Tür“, „Tag des offenen Denkmals“ und Ähnlichem. Hier wird eine Einladung ausgesprochen. Gäste werden gezielt aufgefordert, durch die offene Tür einzutreten.

Wenn man diesen Spruch auf die spirituelle Ebene bezieht, fungiert das Bewusstsein als Tür. Es bestimmt, wer oder was hindurch geht und den Menschen beeinflusst. Dabei wird das Gesetz der Anziehung und Abstoßung wirksam. Was der Mensch im Innersten begehrt, was bestimmend ist für sein Denken, Fühlen und Handeln – das wird durch die Tür eintreten. Alles andere wird abgestoßen. So hat jeder weitgehend in der Hand, was er abwehrt und was er einlädt.

Mit den übergeordneten Kräften des Schicksals verhält es sich im Prinzip ähnlich. Die Persönlichkeit, die im Mikrokosmos lebt, kann durch die Erneuerung der Seele und des Bewusstseinszustandes eine gewisse Autonomie erreichen. Störende Einflüsse können nicht so leicht in den Mikrokosmos eindringen, helfende Lichtkräfte dagegen werden hineingezogen. So ist langfristig die geistige Entwicklung gesichert – selbst wenn karmische Stolpersteine immer wieder das Vorwärtskommen auf dem spirituellen Pfad erschweren.

Wochenend-Konferenz in Calw: Der Mensch – Schöpfer seiner Wirklichkeit, 12./13. November 2016

Mensch werde wesentlichJeder Gedanke ist Energie. Jeder Gedanke hat eine kreative, energetische Macht. Jeder Gedanke erschafft Entwicklungen, die zur Realität des Menschen werden. Mit seinen Gedanken gestaltet er die Welt. Aus welcher Kraft schöpft der Mensch?

Soweit der Mensch unbewussten Impulsen folgt, die aus seinem Inneren aufsteigen, gestaltet er seine Wirklichkeit nicht nur positiv.

In seiner Seele existiert jedoch ein Raum, der eine freie Wahl ermöglicht.

Aus dem göttlichen Kern im Inneren steigt eine Sehnsucht auf, das Absolute zu finden. Diese Sehnsucht lässt den Menschen nicht eher ruhen, bis der Mensch den Freiraum in sich immer klarer erkennt, erspürt und schließlich ganz in ihm aufgeht.

Bei dieser Konferenz geht es um den Menschen als Schöpfer seiner Wirklichkeit. Sie sind herzlich eingeladen zu einer besonderen Begegnung mit sich selbst und dem Licht des Tempelfeldes der Rosenkreuzer.

Beginn: Sa. 12. November 2016, 11:30 Uhr
Ende: So. 13. November 2016, 18:00 Uhr
Ort: Christian Rosenkreuz Konferenzzentrum Calw
Kostenbeitrag: 80 Euro
bei Unterbringung in Gruppenzimmern inkl. vegetarischer Verpflegung

Weitere Informationen und Details zur Anmeldung finden Sie hier.