Das Geheimnis des Herzens, Teil 2: Das Herz – ein Heiligtum?

Dieses Sehnen nach dem Unirdischen, Unsagbaren gab es zu allen Zeiten.

In der Schule des Rosenkreuzes wird diese Art des Begehrens nach Höherem, nach Erfüllung und Vollendung, „Heilbegehren“ genannt. Es ist der innige Wunsch, wieder heil, ganz, vollkommen zu werden. Das Herz ist dann nicht nur eine Begierdenhöhle, sondern auch ein Heiligtum, in dem sich göttliche Kräfte manifestieren können.

RosenherzDas Herz als Mitte des Menschen erfüllt mehrere Aufgaben: es ist der „Motor“ des körperlichen Lebens, das Zentrum der Seelenkräfte und die Eingangspforte für die Schwingungen des Geistes. So gruppieren und vereinigen sich letztlich die Wirksamkeiten von Körper, Seele und Geist im Herzen.

Nun kommt es darauf an, welcher Stimme wir Gehör schenken. Lassen wir uns vom irdischen Begierdenstrom mitreißen oder folgen wir unserer Sehnsucht, das Übernatürliche zu erfahren? Hier gilt, wie es im Evangelium heißt: „ Wo euer Schatz ist, da ist euer Herz“.

Vielleicht beginnen wir zu begreifen, dass diese Sehnsucht nach dem Ursprünglichen nicht aus uns selbst kommt, sondern von einer Instanz im Herzen ausgeht, die das Geistige kennt und danach strebt, sich wieder mit ihm zu vereinigen. Auch hier erhalten wir einen Hinweis im Evangelium: „Das Königreich Gottes ist in euch, es ist euch näher als Hände und Füße“.

Es befindet sich also in der Mitte des Menschen. Aber die göttliche Welt liegt zunächst nur als ein schlafendes Prinzip im menschlichen Herzen verborgen.

Wie ein Samenkorn kommt es zu Wachstum und Reife, wenn wir ihm Pflege und Nahrung zur Verfügung stellen. Wenn der göttliche Kern im Herzen sich entfaltet, wird nach und nach unsere tiefste Sehnsucht gestillt, der Mangel wird bleibend behoben. Das Herz wird zum Tempel des Geistes. Unser Herzenswunsch wird erfüllt.

Ein Gedanke zu „Das Geheimnis des Herzens, Teil 2: Das Herz – ein Heiligtum?

  1. Wir Menschen sind gestaltet durch einen inneren und einen äußeren Menschen. Der innere Mensch ist der Liebesfunke in unserem Herzen, der da ist aus Gott. Dieser Liebesfunke ist die Kraft unseres Seins, ist die absolute Wahrheit, ist der vollkommene Mensch in Gott.

    Unserer äußeres Mensch-sein ist dass, was wir erkennen können, wenn wir in den Spiegel unseres Charakters schauen. Beeinflusst von den Dingen der Materie erzeugen wir hier Wünsche die nichts zu tun haben mit dem Liebesfunken in uns. Unserer äußeres Mensch-sein kann diese selbst-geschaffenen Begierden oft nicht widerstehen (hier spreche ich auch von mir), da uns oft die innere Kraft und das Wissen darüber fehlt. Durch diese Begierde(n) sind wir Menschen in eine sehr niedrigere Schwingungsform geraten. Wir haben uns auf dies Weise immer mehr von unserem Schöpfer entfernt.

    Der Sinn unseres Erderlebens besteht jedoch darin, wieder zurückfindenden zu der Einheit, aus der wir aus freiem Willen geschieden seid.

    Doch wie können wir zurückfinden zur Einheit, zu Gott?

    Unser Schöpfer der in einer für uns unvorstellbar großen Liebe eine Sehnsucht empfindet, uns wieder vereint zu sehen in der Einheit. Dieser unser Schöpfer (die Liebe) wird uns wieder zurückführen, wenn wir ihn in uns zulassen. Und zurückgewinnen werden wir dann wieder unser wirkliches ICH, was da schlummert (schläft) in uns. Doch viele kennen nicht seinen Namen, denn sie suchen nach dem Glück in der Materie und erkennen ihre wahre Sehnsucht nicht.

    Liebe Grüße

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