Kalender-Spruch Dezember 2016

„Der Fehler macht den Wert der getanen Mühe nicht zunichte.“

(aus Afrika)

Fehler zu machen ist menschlich. Aber werden sie auch verziehen? Jeder hat dazu seine persönlichen Erfahrungen. Wird ein Fehler festgestellt, erntet man entweder Kritik, sachliche Korrektur oder ein aufbauendes Wort, zum Beispiel: „Das kann jedem passieren. Du hast viel Arbeit investiert, alles halb so schlimm“. Die Anstrengung wurde gewürdigt.

Auch geflügelte Worte drücken dies aus: Nobody is perfect, das Leben ist Versuch und Irrtum, learning by doing. Der Fehler macht den Wert der getanen Mühe nicht zunichte.

Alle Menschen machen im Lauf ihres Lebens unzählige „Fehler“. Wie die Geschichte der Menschheit zeigt, sind Fehler, positiv betrachtet, eher Erfahrungen. Sie haben zu ungeahnten kulturellen Leistungen geführt. Der Fehler macht den Wert der getanen Mühe nicht zunichte.

Und wie verhält es sich für einen geistig strebenden Menschen? Auch er ist wie jeder andere gegen Fehler nicht gefeit. Als irdischer Mensch ist und bleibt er unvollkommen.

HimmelsleiterSo ist es auf dem spirituellen Weg unvermeidlich, dass der Mensch mit seinen begrenzten Fähigkeiten „Fehler“ begeht. Er kann sie jedoch korrigieren. Es beginnt mit der zunehmenden Bewusstwerdung dessen, was ihn auf dem Weg behindert. Aus Einsicht folgt der Wunsch, es beim nächsten Schritt besser zu machen und die Konsequenz aus dem „Fehler“ zu ziehen.

Auf diesem Erfahrungsweg können nach und nach egozentrische Tendenzen aufgelöst, Trägheit überwunden und  Missverständnisse geklärt werden. „Fehler“ sind dann Etappen in einer Entwicklung vom irdischen zum geistigen Menschen. „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“ sagt Goethe im Faust.

Das Ziel des geistigen Weges ist es, ein vollkommenes Ebenbild des göttlichen Geistes zu werden: unsterblich und vollkommen, ohne Fehler.

Nüchtern betrachtet jedoch gilt: Ohne die Hilfe der geistigen Kraft könnte eine Höherentwicklung des Menschen nicht gelingen. Es ist die göttliche Gnade, die den Strebenden letztlich doch das Ziel der Regeneration, die Wiedererschaffung des ursprünglichen göttlichen Menschen, erreichen lässt.

Ein Gedanke zu „Kalender-Spruch Dezember 2016

  1. Wir leben im Zeitalter der spirituellen Transformation, alles drückt sich aus um transformiert zu werden. Geil (toll) oder etwa nicht? Es gab nie eine schönere Zeitepoche.

    Doch viele bemerken es nicht!

    Durch die Transformation verschmelzen Ursprungsrealität und individuelle Realität so untrennbar miteinander wie Luft und Wind. Die Erfahrung der Transformation besteht sodann aus der Erkenntnis, dass wahrgenommene Realität Ursprungsrealität ist, personifiziert durch dass, was individuell vorgezogen wird.

    Diese Erkenntnis kann jedoch nur erfahren werden, wenn ein Mensch in die Lage versetzt wird Zeitlosigkeit zu erkennen.

    Und was trennt uns Menschen von Gott?
    Nur unser Bewusstsein, unsere eigene Wahrnehmung.
    Dennoch ist das Trennende erforderlich für die absolute Erfahrung und Erkenntnis, ohne Mensch (das Instrument) ist Erkenntnis von Ganzheit nicht möglich. Der Mensch ist Ein-teil Gottes.

    Mensch-sein ist sozusagen der Zugang (das Instrument) für die absolute Erkenntnis. Die souveräne Wesenheit (Gott in uns) sorgt dafür, dass sich die Transformation manifestiert, die Wiedervereinigung von Mensch und Gott.

    Die absolute Erkenntnis ist es, die Gott uns und damit sich selbst überreichen möchte.

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