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Verantwortung übernehmen? Teil 3 von 3

Kosmische Verantwortung

An den großen Entwicklungen in der Welt können Einzelne nicht sonderlich viel ändern.
Außerdem gilt:

„Man kann Probleme nicht auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind.“
(A. Einstein)

Das bedeutet für den spirituell strebenden Menschen, dass er sein Leben auf eine höhere Wirklichkeit ausrichtet. Dies beginnt mit seinen Gedanken, seinen Gefühlen und seinen Handlungsimpulsen. Sie wirken in seiner Umgebung, aber auch in den feinstofflichen Sphären rund um die Erde. Wie ein Spiegel reflektieren diese Felder das von den Menschen Ausgestrahlte auf die Erde zurück. Der Kreislauf der ununterbrochenen Wechselwirkung kann praktisch nicht unterbrochen werden. Darum ist die Welt so wie sie ist. Der Weg der Veränderung verläuft von innen nach außen. Ein universell gültiges Gesetz besagt, dass höhere Schwingungen niedrigere Schwingendes durchdringen, beeinflussen und verändern können.

Konferenzort Caux bei Nacht, mit Tempel, 1995
Konferenzort Caux bei Nacht, mit Tempel, 1995

Wenn der Mensch auf der Basis des inneren göttlichen Prinzips sein persönliches Leben nach und nach verändert, entfaltet sich daraus eine erneuerte Seele. Diese Seelenkräfte erfüllen sein Bewusstsein. Was von diesem Menschen ausstrahlt, besitzt dann eine neue Qualität, die reinigend, klärend und harmonisierend in der Welt wirksam werden kann. Dieser Mensch hat im kosmischen Sinn Verantwortung für Welt und Menschheit übernommen. Das bedeutet nicht, dass sich dadurch auf der sichtbaren Ebene der Dinge viel ändert. Aber die so erzeugten höheren Energien wirken in die Welt hinein, so dass dafür empfängliche Menschen damit in Resonanz treten können und ebenfalls beginnen, ihre geistigen Kräfte zu wecken und ihre „Antwort“ erklingen zu lassen.

Es gibt unzählige Menschen auf der Erde, die einem spirituellen Weg folgen und Verantwortung übernommen haben. Mögen die Antworten unterschiedliche Qualitäten haben – letztlich tragen sie alle dazu bei, die nächste Stufe in der geistigen Entwicklung der Menschheit ersteigen zu können.

Verantwortung übernehmen? Teil 2 von 3

Verantwortung nach innen

Wirkliche Verantwortung entfaltet sich von innen nach außen.

Ersteinmal muss ich mir darüber klar werden: Wie stehe ich in der Welt? Ausgangspunkt ist die Verantwortung, die ich für mich selbst übernehme. Ich sorge für meinen Lebensunterhalt, meine körperliche Gesundheit und mein psychisches Gleichgewicht.

Wie kann ich auf die gegenwärtigen Probleme der Menschheit antworten?

Warum sollte ich überhaupt Verantwortung übernehmen für das, was „andere“ angerichtet haben? Und wenn ja – wie könnte das konkret aussehen? In einer Gruppe mitarbeiten? Ehrenamtliches Engagement? Geld spenden? In eine Partei eintreten?

Die Probleme in der Welt sind so nahe an mein persönliches Leben herangerückt.

Was kann ich als einzelner tun?

Echte Verantwortung wurzelt tief im eigenen Leben. Das schließt das Hören nach Innen mit ein. Es ist ein intuitives Geschehen. Feine Impulse aus „höheren Sphären“, wie ein ferner Ruf, erinnern den Menschen an seine Bestimmung, an sein eigentliches Lebensziel. Wenn der innerlich berührte Mensch reagiert, indem er sich auf seinen geistigen Ursprung besinnt, formuliert er gleichsam durch sein Leben selbst die Antwort. Er nimmt den Impuls aus der geistigen Sphäre auf und betritt einen spirituellen Weg. Dies ist die umfassendste und höchste Art, Verantwortung zu übernehmen.

FragezeichenWas ist Verantwortung in diesem Sinn? Das „all-das-was-ist“ ist im Menschen. Es gibt nichts, was er nicht schon weiß. In allem, was er fragt, ist die Antwort bereits enthalten! Man könnte nicht fragen, wenn man die Antwort nicht in sich tragen würde. Der Geistkern, das wahre Selbst im Menschen, weiß alles, sieht alles, hört alles, fühlt alles. Alles Wissen ist im Menschen, da die Einheit, Gott, in ihm ist. Je mehr der Mensch zurückfindet zu Gott, aus dem alle Geschöpfe hervorgegangen sind, umso mehr kann er erkennen, was er ist.

Verantwortung übernehmen? Teil 1 von 3

Bild mit ZahlenDas Internet hat den Menschen weltweit Zugang verschafft zu allem, was zu Weltanschauung, Philosophie, Kunst, Religion und Wissenschaft gesagt und geschrieben wurde und weiterhin aufgezeichnet wird. Die Massenmedien überschwemmen die Augen und Ohren mit einem ununterbrochenen Strom von Nachrichten und Neuigkeiten. Marketingstrategien kanalisieren die Wünsche und lenken den Lifestyle. Viele verlieren die Orientierung in diesem Ozean der Informationen und suchen nach Wegmarken, um sich zurecht zu finden. Es ist ein gigantischer Kampf um das Bewusstsein der Menschen entbrannt.

In den letzten Tagen geisterte mir ein Satz im Kopf herum, der mich fast automatisch zum Thema Verantwortung führte: „Man tut weniger, als man müsste und tut nicht alles, was man könnte“.
Wie kann der Einzelne Verantwortung übernehmen für sich selbst, sein Umfeld und die Menschheit? Dazu habe ich einige Gedanken in Worte gefasst und aufgeschrieben. Es ist der Versuch, eine Antwort zu finden, wenigstens ein paar Aspekte zu sammeln, mit denen man weiterarbeiten kann.

Verantwortung im Äußeren

Das Leben ist heute in einer zunehmenden Beschleunigung begriffen, es ist komplex und schwer durchschaubar. Vielfältige Strömungen im eigenen Land, in Europa und in anderen Erdteilen überschneiden und kreuzen sich, laufen gegeneinander oder bündeln sich zu mächtigen Kraftwellen.

Dadurch spitzen sich die Verhältnisse in Europa und hierzulande zu: Flüchtlinge, Kriegsgefahren, Naturkatastrophen, Cyberkrieg, Finanzkrise, Terrorismus. Die geopolitische Weltlage ist alles andere als stabil.

Beunruhigend sind die Enthüllungen verschiedenster Art über Abhöraffären, Betrügereien, Aktivitäten der Geheimdienste. Dazu kommt die Themenpalette der sogenannten Verschwörungstheorien. Auch die Folgen scheinbar weit entfernter Ereignisse schlagen auf den Einzelnen durch und machen mir bewusst, wie klein die Welt ist, und dass ich schon immer mit allem und allen verbunden war, nicht erst seitdem von Globalisierung die Rede ist.

Der Einzelne ist ein winziger Knoten in einem milliardenfach geknüpften Netz, das über die Welt geworfen ist – und keiner kann entkommen.

RäderwerkWas ich hier tue, hat anderswo eine Auswirkung.

Ich beobachte: Angst – Kritik – Wut und gleichzeitig Ratlosigkeit – Resignation – Verzweiflung.

Heraushalten oder eingreifen – oder nur zuschauen?

Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen? Meistens werden soziale, ethische und moralische Kriterien herangezogen, um zu beschreiben, was Verantwortung bedeutet. Wenn man eine erweiterte Sichtweise unterlegt, findet man den Begriff Antwort. Verantwortung übernehmen bedeutet, eine Frage wahrzunehmen und darauf zu reagieren, darauf eine Antwort zu geben. Dazu gehören ein „offenes Ohr“, flexibles Denken und die Formulierung der Antwort.

Demnächst folgt Teil 2 zur Verantwortung nach Innen.

Was ist Verantwortung?

Meistens werden soziale, ethische und moralische Kriterien herangezogen, um zu beschreiben, was Verantwortung bedeutet.

Wenn man eine erweiterte Sichtweise unterlegt, findet man den Begriff Antwort. Antworten bedeutet, eine Frage wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

Dazu gehört ein „offenes Ohr“, flexibles Denken und die Formulierung der Antwort.

Der stille GefährteVerantwortung beginnt beim eigenen Leben. Das schließt das Hören nach Innen mit ein. Es ist ein intuitives Geschehen. Feine Impulse aus „höheren Sphären“, wie ein ferner Ruf, erinnern den Menschen an seine Bestimmung, an sein eigentliches Lebensziel. Wenn der innerlich berührte Mensch reagiert, indem er sich auf seinen geistigen Ursprung besinnt, formuliert er gleichsam durch sein Leben selbst die Antwort. Er nimmt den Impuls aus der geistigen Sphäre auf und betritt einen spirituellen Weg. Dies ist die umfassendste Art, Verantwortung zu übernehmen.

[Redaktion]