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Widerstand gegen den „Widerstand“ ? Teil 1

Es ist, wie es ist

Alle Ereignisse sind im Grunde neutral. Im Stau zu stehen – ist neutral. Düstere kalte Regentage – sind neutral. Wir haben jedoch eine Instanz in uns, die alles bewertet, die über alles richtet. Unser Verstand lebt in der Polarität von „gut“ und „schlecht“, in Vorstellungen, wie etwas „sein soll“ oder „nicht sein soll“. Geboren aus der Angst vor Verlust, aus der Angst vor der Vergänglichkeit, bemühen wir uns, das Leben zu manipulieren. Wir wehren uns gegen das, was ist. Aber genau das ist die Ursache unseres Unglücklichseins, die Ursache allen Leidens.

Es ist der Verstand, der in den Widerstand geht. Ohne den polarisierenden, wertenden  Verstand könnten wir in einem mentalen Zustand des Friedens sein.

Es hört sich einfach an: „Leiste keine Widerstand gegen das, was ist“. Oder anders ausgedrückt: „Lebe in Gottvertrauen darauf, dass alles richtig ist, was geschieht“.

Offene Türen im SonnenlichtJedoch fällt die Umsetzung dieser einfachen Weisheiten schwer, weil unser ganzes Denken, unser ganzes Sein durchdrungen ist von Widerstand. Statt den gegenwärtigen Moment zuzulassen und die vergängliche Natur aller Dinge und aller Umstände anzunehmen, wollen wir uns und die Welt nach unseren persönlichen Vorstellungen gestalten. „Leiste keine Widerstand“ ist ein Prozess, der bis in jede Faser hinein gelebt werden will. Man nennt es auch Demut oder Hingabe. Hat man diesen Punkt erreicht, kann es passieren: Das alte Ich löst sich auf und macht Platz für etwas ganz Neues.

Dies ist der Grund, warum manche Menschen, die unerträgliches Leid erleben, inmitten ihrer Schmerzen plötzlich Frieden finden. Nach langem inneren Kampf fallen sie in die Widerstandslosigkeit und leben in der völligen Hingabe an das, was ist.

Dann wird aus der anstrengenden Gegenbewegung ein mühelos Mitbewegen. Sobald du keinen Widerstand leistest gegen das, was ist, ist niemand mehr da, der etwas verlieren kann, der betroffen ist oder verletzt werden kann. Das alte Ich ist verschwunden. Wenn du den Widerstand aufgibt, spürst du, dass die Tür, gegen die du die ganze Zeit gedrückt hat, nach innen aufgeht.

Aus der Weisheit des Tao Teh King: Wu-Wei

„Wenn Sie das alles nun einsehen, ist es doch so klar, dass es ein Kind verstehen kann, dass bei einem Menschen, der wirklich nach Erlösung aus der Todesnatur verlangt, das Ich im Nicht-Tun stehen muss und in keiner einzigen Hinsicht versuchen darf, nach dem neuen Leben, der Universellen Bruderschaft und nach allem, was damit zusammen hängt, zu greifen. Das dürfen Sie nicht. Also nicht meditieren, sich nicht darauf konzentrieren und vor allem nicht phantasieren. Vollständiges Nicht-Tun ist die Forderung. (…)

Und gerade das ist das Geheimnis, das Heilsgeheimnis: Gerade weil er sich nicht daran hängt, geht es nicht von ihm fort. Wenn jemand als ein stiller Betrachter in Selbstübergabe den Pfad geht, entdeckt er, dass das neue Leben ihn überstrahlt, obwohl er sich im innersten Wesen in jeder Sekunde davon distanziert. Es ist nicht aus ihm, das neue Leben ist aus dem Anderen. Aber das eigene dialektische Selbst schmilzt darin vollkommen.

Das nun ist die Lehre des Nicht-Tun. Das ist der Weg, der Pfad. Das ist Tao.“

Aus „Die Chinesische Gnosis“, Kommentare zum Tao Teh King von Lao Tse
von J. Van Rijckenborgh und Catharose de Petri, Rozekruis Pers 1988, Kapitel 2, Wu-Wei, S. 38 ff.

Intuition: Spontaneität und kreative Prozesse

Was heißt es, natürlich intuitiv zu handeln?

 Was bedeutet hier „natürlich“?  –  Ist damit Spontaneität gemeint?

Dann bedeutet das für mich eine Handlungsweise, die ich in dem Moment vielleicht gar nicht erklären könnte, die sich aber richtig und stimmig anfühlt und auch vom Denkvermögen als wahr erkannt und angenommen wird – hinterher, denn so schnell ist das Denken meist nicht. Intuitives Handeln beinhaltet für mich und basiert auf einem großen Vertrauen in Werte, Kräfte und Energien, die bereit sind, sich zu offenbaren, und die nicht beiseite geschoben werden wollen.  Hier, in dieser Spontaneität, habe ich auch das Gefühl und erlebe auch, dass der Denkapparat einfach umgangen wird zugunsten einer schnellen Lösung auf der Basis höherer Seelenqualität. So gesehen scheint mir intuitives Handeln als die Umsetzung einer unbewussten Erkenntnis oder Wahrnehmung unter Nichtberücksichtigung oder Umgehung der bekannten Denkvorgänge, die mit angesammeltem Wissen und mit Erinnerungen arbeiten.

Gesicht IntuitionWobei ja auch Wissen und Erinnerungen sich immer mehr verändern und damit eine neue Betrachtungsweise möglich machen. Hier scheint mit der Zeit manches immer mehr ineinanderzugreifen, was früher durchaus unterschiedlichen Bereichen angehörte.

Wie erlebt ihr Intuition im Alltag? Wie läuft der Prozess von Wahrnehmung – Intuition –  Handeln im Bewusstsein ab?

Am deutlichsten spüre ich dies intuitive Geschehen, wenn ich ein Gedicht schreibe oder male, also in kreativen Prozessen. Das kann so weit gehen, dass wie aus einem geöffneten Wasserhahn die Worte herausfließen oder das Bild sich malt. Wobei ich trotzdem das Empfinden habe, ohne meinen Wortschatz oder mein Wissen von z. B. Farbmischungen und Techniken könnte nicht zustande kommen, was dann entsteht. Wir stellen uns einander zur Verfügung. Und manchmal denke ich, das kann gar nicht allein aus mir heraus kommen. Das ist eine Inspiration aus trans- oder suprapersonalen Ebenen, die durch mein in dem Moment transparent gewordenes Tagesbewusstsein einfließt.

[Frau A.]

Drei Wege des Lernens

Der chinesische Philosoph Konfuzius sagt:

„Es gibt drei Wege des Lernens:

  1. durch Nachahmung, das ist der einfachste,

  2. durch Einsicht, das ist der schwierigste,

  3. durch eigene Erfahrung, das ist der bitterste“.

Wer einen spirituellen Weg betritt, lernt natürlicherweise zuerst durch Nachahmung. Sei es, dass  er seine Weggenossen beobachtet oder die Anweisungen eines Lehrers befolgt und ausführt. Learning by doing.

SchmetterlingNach und nach entsteht ein Begreifen der Lehren und der Praxis des Schülerweges. Die Einsicht in die Zusammenhänge des Lebens, der Welt und der Menschheit wächst und vertieft sich. Dadurch werden häufig die eigenen Anschauungen, Werte und Maßstäbe in Frage gestellt. Nun gilt es, diese loszulassen oder umzuformen und die neuen Vorgaben anzunehmen. Nicht so leicht fällt es, die gewonnenen Einsichten in die Tat umzusetzen. Was der Kopf begreift, benötigt manchmal einen langen Weg bis in ein verändertes Handeln. Die Korrekturen im Denken können letztlich nicht von denen des Empfindens und Handelns getrennt werden.

Auf dem spirituellen Weg macht der Schüler vielfältige Erfahrungen: mit seinen Mitschülern, mit dem Gruppengeschehen, mit den äußeren Veränderungen seines  Lebens und mit sich selbst, genauer: mit dem inneren Auf und Ab, das Ringen mit den Widerständen, das Fallen und wieder Aufstehen. Je mehr sich die geistige Kraft in seinem Lebenssystem ausbreitet, desto deutlicher erkennt der Schüler seine Selbstbehauptung, seinen Selbstbetrug, seine Egozentrik. Das ist schmerzhaft. Doch auch die bittersten Erfahrungen verwandeln sich in Freude, wenn der Schüler bereit ist, sich vollkommen der innerlichen geistigen Kraft zu übergeben. Sie manifestiert sich in der erneuerten Seele, die allmählich die Führung im Leben übernimmt.

Der Schüler einer Mysterienschule geht alle drei Wege des Lernens, nicht hintereinander, sondern gleichzeitig und im Wechsel.

Mehr zu diesen Themen finden Sie in den Seminarteilen 5, Die Bedeutung der Persönlichkeit, und 6, Die Lehre und der Weg.

[Redaktion]

Die Intuition der neu werdenden Seele

Intuition empfängt Eindrücke, die oberhalb des Wahrnehmungsbereichs der Sinnesorgane liegen. Es gibt Intuition auf verschiedenen Stufen, z. B. wie der Instinkt der Tiere auch beim Menschen auf der Persönlichkeits-Ebene, aber auch in Verbindung mit höheren astralen Ebenen, je nach dem Reifezustand der Seele.

Gesicht IntuitionWie nehmt Ihr den Unterschied zwischen natürlicher Intuition und höherer, göttlicher Intuition wahr?

Beispiele für intuitives Wahrnehmen auf der Persönlichkeitsebene: man spürt, dass es einem nahe stehenden Menschen schlecht geht oder dass Gefahr droht. Es gibt Menschen, die Ereignisse voraus sehen können. Oder auch „Gedankenübertragung“. Man kann die innere Bewegtheit oder das psychische Wesen eines Menschen wahrnehmen.

„Göttliche“ Intuition dagegen ist das Erkennen der Wahrheit oder auch der Einheit; dessen, was über Sympathie und Freundschaft hinaus geht oder auch das Wahrnehmen des göttlichen Wesens in anderen Menschen.

Wie erlebt Ihr Intuition im Alltag?

Beispiel: die Begegnung mit einem anderen Menschen macht mir ein ganz ungutes Gefühl. Im Denken tauchen dann Bilder aus der Erinnerung an ähnliche Erlebnisse auf oder andere Assoziationen, die in mir bewusst oder meist eher unbewusst zu einem Urteil über diesen Menschen führen: z.B. der lügt, der ist nicht echt, arrogant, der will mir was. Und dem entsprechend ist mein Handeln: es kommt zu Streit oder ich meide in Zukunft die Begegnung.

Die Intuition der neu werdenden Seele erfasst dagegen viel weiter: sie fühlt keinen Angriff auf der Persönlichkeits-Ebene, sondern nimmt den anderen Menschen auch in seinem Suchen nach höherem Leben wahr und weiß, dass er wegen seiner karmischen Prägung nicht anders handeln kann. Das Gefühl ist Liebe und das Denken kann eine Frage formulieren, wie die Situation zu klären ist oder dem anderen zu helfen ist.

[Frau M.]

Philosophische Werbung: Is freedom just a state of mind?

In den letzten Februar-Wochen gab es Reklamesprüche einer Zigarettenmarke – mit durchaus philosophischem Gehalt.

Während ich an der Ampel auf Grün warte, lese ich: Is freedom just a state of mind?

Ist Freiheit wirklich ein Bewusstseinszustand, und wenn ja – unter welchen Voraussetzungen?

Es geht weiter, die Autokolonne setzt sich in Bewegung.

Wenn man bedenkt, was den Menschen alles einschränkt und unfrei macht. Äußerlich gibt es so viele Zwänge, Verpflichtungen, Verantwortlichkeiten, wie kann man da von Freiheit des Bewusstseins sprechen? Is freedom just a state of mind? Mir fällt die Zeile eines alten Liedes ein: Die Gedanken sind frei. Frei wovon? Von Beeinflussungen und Kontrolle durch andere.

Vor mir wird abgebremst – stopp and go – Berufsverkehr!

Bäume im GegenlichtGut, das ist eine Sichtweise. Aber wie steht es um die innere Freiheit? Denn das Denken ist eng verbunden mit den Gefühlen und dem Willen. Is freedom just a state of mind? Bleibt also die Frage, ob der Mensch über das eigene geschlossene System von Wille-Gefühl-Denken hinauskommt?

Jetzt geht es flott voran, über diese Kreuzung schaffe ich es noch.

Das ist möglich, wenn eine geistige Kraft diese drei Einflüsse so verändert, dass das Bewusstsein davon unabhängig agieren kann. Diese Veränderungen sind ein Prozess, der im Herzen beginnt, sich im Denken fortsetzt und am Ende auch den Willen befreit. Befreit wovon?

Unmittelbarer Stopp, ich muss scharf abbremsen, typisch: Radfahrer! Ja, aber manchmal fahre ich auch mit dem Rad, oder?

Es heißt, im Herzen des Menschen warte ein geistiger Kern auf seine Entfaltung. Aus ihm komme eine überirdische Kraft, die die energetischen Einflüsse –

Der Verkehrsfunk unterbricht abrupt meine Überlegungen, aber mich betrifft es nicht – da ist sie schon wieder, diese rote Schrift: Is freedom just a state of mind?

Also, eine Kraft, die im Herzen eine neutrale Zone schaffen könne. Von dort aus werde auch im Verstand eine Klärung einsetzen, die ein unabhängiges Denken gewährleiste.

So, noch 800 Meter, dann bin ich zu Hause. Langsam dunkelt es, ich schalte die Beleuchtung ein.

Unabhängig? Dann muss es frei sein von dem unablässigen Wollen und Jagen, frei von Selbstbehauptung und Egozentrik. Ja, in diese Richtung geht es. Ich halte das für möglich: Freedom is just a state of mind.  Aber wie geht das?

Ich schließe die Garage auf, stelle den Wagen ab. Dieses Thema wird mich noch eine Weile beschäftigen.

Am nächsten Tag entdeckte ich während der Fahrt wieder dieselbe Zigarettenwerbung. Unter dem Logo stand nur: You decide.

Aha, ich entscheide – ich hab es in der Hand? Der Weg dorthin ist noch unbekannt, aber  das Ziel ist klar: Freedom is just a state of mind.

[Redaktion]

Frei-Raum für alles, was da kommen kann

Je mehr Hingabe mir möglich ist  –  „Herr was willst Du, was ich tun soll ? –   Dein Wille geschehe“   –  um so mehr kann ich wahrnehmen, um so mehr wird mir bewusst. Für mich ist es wie ein Geschenk, für das ich bereit bin (nicht mehr und nicht weniger).

Gesicht IntuitionIm Alltag läuft es für mich so am besten ab, wenn ich für eine Situation alles tue, was ich kann (und wie ich es im Moment kann), mit dem Gedanken, dass meine Handlung oder mein Verhalten so sein sollte, wie es für alle Beteiligten am besten ist. Dann lasse ich es los und sehe was kommt. Also möglichst ohne feste Vorstellungen, wie etwas zu sein hat. Das heißt, ich gebe den Raum frei für Alles was da kommen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn mir das gelingt, dann geschehen reine Wunder, denn es geschehen Dinge, die ich mir in meiner begrenzten Vorstellung niemals hätte wünschen oder auch nur ausdenken können.

Also dadurch, dass ich mich mit diesem vollkommenen Vertrauen, dass alles was geschieht absolut richtig ist, hingeben oder öffnen kann, entsteht das Vollkommene! Im Kleinen wie im Großen, auf allen Ebenen. Dazu ist es aber nötig, dass ich mir das immer wieder ins Bewusstsein hebe.

Natürlich stehen mir auch oft meine Gefühle oder mein Denken im Wege aber der Prozess findet statt.

Die Wahrnehmung der Intuition ist für mich wie ein Blitzgedanke im Herzen. Die Handlung kann nicht willentlich geschehen. Ich glaube das Handeln der Intuition entsprechend kann nur spontan geschehen, wenn es im Bewusstsein verankert ist. Wenn mein Ego-Wille dazwischen steht funktioniert es nicht.

[Frau D.]

Natürliche und göttliche Intuition

Natürliche Intuition

Es gibt für mich im Alltag zwei Möglichkeiten, wie ich an eine äußere Situation oder Anforderung herangehe:

  • entweder ganzheitlich, spontan; typisch für die Funktion der rechten Hirnhälfte; oder
  • analytisch, planmäßig, strukturiert, was der Funktion der linken Hirnhälfte entspricht.

Der Begriff „Intuition“ beschreibt die erste Möglichkeit der Herangehensweise, während die zweite Art mit „Rationalität“ gekennzeichnet werden kann.

Gesicht IntuitionIntuition steht demnach im Gegensatz zu einem Handeln, dem ein systematischer, bewusster und linearer Denkprozess vorausgeht. Sie ist für mich eine Aktion, ohne vorherige Reflexion, ein spontanes Handeln aufgrund eines unmittelbaren, empfindungsmäßigen, mehrdimensionalen Erfassens. Das Wesentliche (z.B. einer Situation, eines Menschen) wird von innen gleichsam erspürt. Es ist ein inneres, ätherisches Wahrnehmen einer äußeren Realität und ein Handeln daraus. Der Kontext ist eine bestimmte geistige oder moralisch-ethische Grundhaltung.

Der Verstand kann in diesem Geschehen eine dienende, unterstützende Funktion einnehmen, kann aber auch als störende, hemmende Kraft wirken.

Auf der Ebene der Persönlichkeit erleben wir also ein Erkennen und Handeln im Spannungsfeld von ganzheitlich/spontan und analytisch/systematisch.

Göttliche Intuition

„Göttliche Intuition“ ist für mich die Erfahrung einer „inneren Stimme“. Sie teilt sich der Persönlichkeit mit, ist aber nicht Teil der Persönlichkeit. Sie kann als ein plötzliches inneres Erkennen, als ein blitzartiges Erleuchtetsein, das aus dem tiefsten Wesen des Menschen auftaucht, erlebt werden. Sie schenkt Einsichten und Antworten auf suchende Fragen, die den inneren Weg betreffen. Sie zeugt von einer Dimension im Menschen, die außerhalb und unabhängig von seiner zeiträumlichen Natur existiert.

Neben diesen meist selteneren, sich deutlich abhebenden kurzen Momenten kann sich diese Stimme sehr leise, z.B. als eine innere Resonanz beim Lesen gnostischer Texte und bei Tempeldiensten oder als innere Führung bezüglich des nächsten Schrittes auf dem Pfad und auch als warnendes „Stopp“ in Augenblicken der Versuchung melden.

Intuition in diesem Sinne ist vor allem im Herzen erfahrbar und führt zur Glaubensgewissheit und innerer Klarheit bezüglich des spirituellen Weges.

Vergleich

Natürliche Intuition im Alltag hat als Basis das Ich, das bestimmte Absichten und Ziele verfolgt. Akteur ist die Persönlichkeit. Das Handeln daraus dient der Bewältigung des persönlichen Lebens.

Göttliche Intuition kommt aus dem tiefsten, unbegrenzten Wesen des Menschen und setzt eine suchende, das Ich negierende Lebenshaltung voraus. Akteur ist das Göttliche Wesen im Menschen. Ein Handeln daraus dient dem Weg der Befreiung des Mikrokosmos aus der natürlichen, d. h. vergänglichen  Natur.

[Frau G.]