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Kalender-Spruch Oktober 2016

„Allein geht man schneller, zusammen geht man weiter.“

(aus Afrika)

Allein geht man schneller –  das kann heißen: man ist buchstäblich schneller am gesteckten Ziel, zum Beispiel im Sport oder im Beruf. Meist ist dieser Wettlauf nur zu gewinnen, wenn man Stress, Konkurrenzkampf, Verdrängung anderer und sogar Betrug  in Kauf nimmt.

Im übertragenen Sinn kann es bedeuten: Ohne Rück-Sicht auf die Belange anderer und deren Interessen nur das eigene Ziel zu verfolgen, vielleicht negative Folgen dieses Handelns auszublenden.

HändeZusammen geht man weiter – Dies geschieht in der Erkenntnis, dass der Mensch immer als Teil einer Gruppe, einer Gesellschaft lebt, wo das Zusammengehen die Voraussetzung für ein einigermaßen harmonisches Zusammenleben bildet und so die Kontinuität des sozialen Friedens sichert. Dieses Bewusstsein der gemeinsamen Existenz trotz aller individuellen Unterschiede war und ist die Grundlage der Kultur. Es ist die Wurzel von Werten wie Humanität, Solidarität, Demokratie. 

Auch für das spirituelle Leben gilt das Prinzip: Gemeinsam kommen wir weiter. Die geistigen Führer der Menschheit haben sich immer bemüht, möglichst viele Menschen in dem Prozess der Höherentwicklung des Bewusstseins mitzunehmen. Denn was nützt die höchste Erleuchtung eines Einzelnen, wenn die große Mehrheit der Menschen davon ausgeschlossen bleibt? Große Eingeweihte wie Buddha, Krishna, Hermes Trismegistos, Moses, Plato, Jesus Christus verschwanden nicht im Alleingang in unerreichbaren Sphären. Sie sammelten Jünger um sich, errichteten philosophische Akademien und gründeten Mysterienschulen, um möglichst viele Zeitgenossen in den Strom der geistigen Entwicklung der Menschheit hineinzuziehen. Ihre Aufgabe als göttliche Abgesandte war es, bei der Heiligung aller Menschen mitzuhelfen.

Konferenz in Bad Münder: „Schweigezeit“

Stillefigur„Kehre in Dich selbst ein, und es wird kommen. Wolle es, und es wird geschehen. Bringe die sinnesorganischen Wirkungen des Körpers zum Schweigen, und die Geburt des Göttlichen wird eine Tatsache werden“.

Hermes zu Tat

 

 

 

Wir haben diesen kurzen Auszug aus dem Gespräch von Hermes und Tat vorangestellt, weil er wiedergibt, was eine Konferenz des Schweigens bewirken kann.

Die Konferenz findet statt im norddeutschen Konferenzort

Konferenzzentrum Bad Münder
Konferenzzentrum Bad Münder

Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes Lectorium Rosicrucianum e.V., Querlandweg 5, 31848 Bad Münder

Beginn: Samstag, 23.07.16, 11.00 Uhr, Ende: Sonntag, 24.07.16, 19.00 Uhr.

Der Kostenbeitrag beträgt 80,00 €.

Anmeldungen bis zum 22.07.16, abends, erbeten an: badmuender@rosenkreuz.de.

Telefonische Info bis Samstag, 12.00 Uhr, unter: 0 50 42 / 3 00 00

Mein Haus, mein Auto, … meine Seele

Gnosis - Ströme des Lichtes in EuropaKennen Sie den Werbespruch „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht“? Viele spirituelle Sucher haben erkannt, dass der Sinn des Lebens nicht darin liegen kann, materielle Reichtümer anzuhäufen. Spätestens am Ende des Lebens müssen wir ohnehin alle diese Schätze preisgeben.

Doch wie steht es mit „Mein Körper, meine Seele, mein Geist“? Ist der Körper, den ich bewohne, wirklich meiner? Habe ich eine Seele? Hermes Trismegistos definierte den Körper als Eigenschaft der Seele – nicht umgekehrt!* Das Ich, das meint, über einen Körper, eine Seele und vielleicht auch noch den Geist zu verfügen, ist eine Illusion. Das trennende „Mein“ ist eine Illusion – weit über materielle Besitztümer hinaus.

*Quelle: Peter Huijs: „Gnosis – Ströme des Lichtes in Europa“, Deutsche Ausgabe von 2005, Birnbach, S. 70

[Redaktion]

Der Gral als Symbol

Der Gral begleitet die Menschheit als Symbol seit Jahrtausenden. Der Weg zu ihm gilt als großes Mysterium. Kaum eine Legende des Abendlandes hat die Phantasie der Menschen so beflügelt wie die Legende vom Gral.

Bereits im alten Ägypten taucht die Urform des Gralsmotivs in den Schriften des Hermes Trismegistos auf. Im siebten Buch des Corpus Hermeticum heißt es:

Gral zwei Welten
Spirituell gesehen verbindet der Gral zwei Welten mit einander.

„Gott hat einen großen, mit den Kräften des Geistes gefüllten Krater
in die Tiefe 
gesandt und einen Botschafter mit dem Auftrag bedacht, den Herzen der Menschen zu verkünden:
‚Taucht hinein in diesen Krater, ihr Seelen, die ihr es vermöget. Ihr, die glaubet und vertrauet, dass ihr aufsteigen werdet zu ihm, der dieses Mischgefäß in die Tiefe gesandt hat.’ “

Wie kommt es, dass diese Vision des Grals bereits aus vorchristlicher Zeit ihre inspirierende Kraft legendenhaft über die Minnesänger des Mittelalters bis in die heutige Zeit bewahrt hat?
Was bedeutet der Gral für den Sucher heute? Der Becher, der „Krater“, das Mischgefäß, kann ihm als feinstoffliches Energiefeld begegnen, in dem sich göttliche und menschliche Kräfte vermischen, um den Menschen aus Zeit und Raum zu erheben. Auf dem Weg formt jeder Mensch jedoch den Gral auch in sich selbst.

[Redaktion]

Hermes Trismegistos über das „Mitbewegen“

„Durch das Mitbewegen wird das Göttliche ausgetragen und im Raum der Natur geoffenbart. Wenn Sie dann weiter bedenken, dass alles Geoffenbarte aus den sieben voneinander abhängenden göttlichen Strahlen entstanden ist, dann wissen Sie, dass alles Erschaffene das Bild, das Wesen, den Kern des Göttlichen in sich Sphinxtragen muss, dass in allem Erschaffenen ein göttliches Ziel verborgen liegt; ein Ziel, das nur durch Mitbewegen verwirklicht werden kann. Das ist eine gewaltige Schlussfolgerung, zu der die ägyptische Philosophie, die Philosophie des Hermes Trismegistos uns führt. Wer im Mitbewegen steht, wer in die Mitbewegung eintritt und darin ausharrt, wird den Gottesplan in sich und durch sich verwirklichen.“

Die ägyptische Urgnosis, Teil 2
Jan van Rijckenborgh