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Glaube und Vertrauen

Glauben ist das sichere Wissen von den Dingen, die wir noch nicht sehen können. Glauben trägt etwas Unbekanntes in sich. Für unser Ich-Bewusstsein (Eigenwilligkeit, egozentrische Sicht auf die Welt) ist das ziemlich schwierig, weil es das, was außerhalb seiner Grenzen liegt, nicht kennt und deshalb nicht für möglich halten kann.

Lichtriss im UniversumDoch es kann geschehen, dass etwas, was außerhalb der Grenzen des Ich-Bewusstseins liegt, sich uns doch unmissverständlich mitteilt. Wenn wir so berührt werden, dann können wir zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Wir können an den alten Grenzen festhalten – dann ignorieren wir diese Erfahrung. Oder wir können uns für die neue Realität öffnen.

So eine Erfahrung erweitert unser Bewusstsein. Wir glauben dann an etwas, das wir bis jetzt noch nicht kannten – aber durch diese Erfahrung können wir auf die neu entdeckte Realität vertrauen.

So kann unsere eigene Erfahrung die Vertrauensbasis bilden für eine ganz andere Realität. Sogar für eine Realität, die nicht von dieser Welt ist.

Wir können auf verschiedenen Ebenen vertrauen. Die erste Ebene ist das Selbstvertrauen. Unser Selbstvertrauen wächst, wenn wir uns selbst in immer mehr Situationen treu bleiben können. Wir sind uns selbst treu, wenn unser Denken, Fühlen und Handeln zusammenpassen. Wir brauchen dann nichts anderes zu sagen als das, was wir denken oder fühlen.

Die zweite Ebene des Vertrauens erreichen wir, wenn wir uns jemandem oder etwas anvertrauen können. Manchmal enttäuschen andere Menschen unser Vertrauen. Dann finden wir Halt, indem wir uns selbst treu bleiben – der ersten Ebene.

Wir können uns auch dem Gottesfunken, dem unsterblichen Geistkern im Menschen, anvertrauen. Die Persönlichkeit lässt ihr Ich-Bewusstsein los und vertraut sich der Leitung des Gottesfunkens an. Je mehr wir uns dem Gottesfunken anvertrauen, desto mehr wächst die Neue Seele in uns.

Sie entwickelt sich aus dem Geistkern.  Auf dieser Basis  haben wir Seelen-Vertrauen gewonnen.

Wenn wir genügend lange in diesem Seelen-Vertrauen stehen, dann kann die höchste Ebene des Vertrauens entstehen, das Gott-Vertrauen. Das Gott-Vertrauen entsteht, wenn wir einsehen, dass alles, was uns geschieht, genau dazu bestimmt ist, uns so schnell wie möglich zum Licht zu führen.  Unser eigener Wille wird dann immer unwichtiger. Wenn wir uns so erheben lassen, hat der Glaube in uns das Gott-Vertrauen frei gemacht. Mögen wir in diesem Sinne immer mehr aus dem neuen Glaubenszustand leben.

[Aus einer Ansprache während einer Rosenkreuz-Konferenz]

Weihnachten – die Geburt des Lichtes im Menschen

Jährlich am 24. Dezember wird das Weihnachtsfest gefeiert und der Geburt Jesu Christi vor rund 2000 Jahren gedacht. Die christliche Welt begeht den Heiligen Abend meist als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken.

LichtWeihnachten hat in seiner heutigen Form die Werte der Tradition weitgehend verloren, es ist zu einem kommerziellen Kult geworden. Der Einzelne kann die historische Heilstatsache kaum mehr in einen aktuellen Bezug zu sich selbst setzen. Wer kennt noch die tiefere Bedeutung der Worte „stille Nacht, heilige Nacht“, Weih-Nacht, Heiligabend oder Christfest? Dennoch stimuliert das „künstliche“ Licht der Weihnachtsbeleuchtung und der unzähligen Kerzen die Erinnerung an … ja woran?

Das Licht weckt die Sehnsucht der Menschen nach wirklichem Licht, nach innerer Erleuchtung. Die Weihnachtsgeschichte wird jedoch erst dann eine erfahrbare Wirklichkeit, wenn „Christus – das Licht der Welt“ im Herzen geboren wird.

Angelus Silesius, ein christlicher Mystiker, drückte es vor 350 Jahren so aus: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, so wärst du doch verloren“.

Warum verloren? Weil das symbolische Ritual des Weihnachtsfestes das verdunkelte Bewusstsein des Menschen nicht erhellen kann. Trotz der äußeren Bemühungen, sich dem Mysterium der geweihten Nacht zu nähern, wird er ohne die reale innere Erfahrung der unsterblichen Christuskraft vergehen.

Denn: Nur aus einem neuen Samen kommt ein neues Geschöpf, heißt es in der alten Weisheit. Das bedeutet, dass aus dem „Samenkorn Jesu“ eine umfassende Neuschöpfung entstehen kann, der geistige Mensch. Der weihnachtliche Mythos wird ergründet, wenn der Mensch seinem Leben eine fundamental neue Richtung gibt. Wenn er den Impulsen des göttlichen Lichtfunkens in seinem Herzen folgt, um die Nacht seiner Seele zu erhellen. Licht ist das Symbol für Erkenntnis, für ein neues Bewusstsein. Im Evangelium wird geschildert, wie sich die unsterbliche Seele, Jesus, entwickelt und schließlich vom Geist berührt wird. Als Christus, als wiedergeborener, erneuerter Mikrokosmos, geht er in das Ewige Leben ein. Deshalb ist die innerlich erlebte Christnacht das zentrale Ereignis in einem Menschen-leben: Der Beginn eines neuen Menschseins.

Die 7 Briefe des Online-Seminars beschreiben, wie sich der Mensch auf die innere Lichtgeburt vorbereiten und so Jesus, seiner neuen Seele, den Weg bereiten kann.

Das Gesetz des Herzens (Spiritualität und Gesetz, Teil 3)

Ob Gesetz, Vorschrift, Regel oder Richtlinie – jeder spirituell Strebende wird diese je nach Bewusstseinszustand als Zwang und Einschränkung auffassen – oder als Hilfestellung und Wegweiser.

Am Anfang des Weges nähert man sich den äußeren Verhaltensweisen in der Schülergemeinschaft an. Nach und nach wird deutlich, dass im eigenen Inneren andere Kräfte wirken und damit auch andere Gesetzmäßigkeiten gelten als im Außen. Je mehr sich die Einflüsse der neuen Beseelung im Bewusstsein des Schülers bemerkbar machen, desto mehr wird auch das innere Gesetz erkannt. Alles, was aus dem Geistkern in das Herz „geschrieben“ wird, kann zum Bewusstsein durchdringen und im Leben angewendet werden.

In dem Buch Die Gnosis in aktueller Offenbarung schreibt Jan van Rijckenborgh, einer der Gründer der Geistesschule des Rosenkreuzes:

Rosenherz„Sie werden jedoch verstehen, dass die Schule Ihnen keine Lebensregeln zu geben wünscht … keine neuen 10 Gebote … Wenn Christus sagt: Folget mir nach … wird damit gemeint, dass Sie dem Gesetz folgen sollen, so wie es in Ihr Herz geschrieben ist … Wenn Sie nun das Licht in sich gut untersuchen, werden Sie entdecken, dass in dieser Strahlung auch eine Reihe Anweisungen darüber enthalten sind, wie Sie das in diesem Licht Erkannte verwirklichen können. Das ist das Gesetz in Ihrem Herzen … Und doch ist dieses innerliche Gesetz bei allen sehr verschieden … was in Ihr Herz geschrieben ist … passt sich völlig Ihrem Seinszustand an …“ (…gekürzt)

„Gnostische Gesetze?“ Ja. Sie sind die Grundlage für alle Manifestationen des göttlichen Geistes.

Der himmlische Mensch lebt durch sie und erfüllt sie.

Der irdische Mensch wird vom gnostischen Gesetz „gelebt“, ohne es jedoch zu erfüllen, denn es ist ihm noch nicht bewusst.

Der Rosenkreuz-Schüler erkennt es innerlich und strebt danach, es zu erfüllen.

Advent – Tradition oder Vorbereitung für den Neuanfang?

Die Adventszeit beginnt ungefähr vier Wochen vor Weihnachten. Advent bedeutet übersetzt: Ankunft. Wer oder was kommt an? Schon im frühen Mittelalter sprach man von Adventus Domini, der Ankunft des Herrn. In der christlichen Tradition bereiten sich die Menschen während dieser Wochen auf Weihnachten, die Geburt Jesu Christi, vor. Es gibt unzählige Gebräuche, die Zeit bis zur Ankunft des Christkindes zu gestalten. Fast jeder hat es von Kindertagen an bis heute in der einen oder anderen Form erlebt: An jedem der vier Adventssonntage wird am Adventskranz nacheinander eine der vier Kerzen entzündet, im Adventskalender wird täglich eines der 24 Türchen geöffnet, ein Lichterbogen wird ins Fenster gestellt. Und es ist die Zeit der Wunschzettel sowie der Weihnachtseinkäufe.

nodeid7830_rosenherz2Was bedeutet die Ankunft des Jesuskindes und seine Geburt in der Heiligen Nacht – jenseits von religiösem Brauchtum und Konvention? Spirituell verstanden ist es kein einmaliges Geschehen, das vor rund 2000 Jahren in Palästina stattfand, sondern das Symbol für ein Ereignis, das sich jederzeit in jedem Menschen vollziehen kann. Es ist die Geburt einer neuen, aus dem Geistkern geborenen Seele, die die Grundlage für den geistigen Weg bildet.

Dazu ist ein Prozess der inneren Verwandlung nötig, der sich in den Wochen vor der Weihe-Nacht vollziehen muss. Ohne diese Vorbereitungszeit, die wie eine Schwangerschaft der Geburt vorausgeht, kann sich das geistige Licht im Menschen nicht manifestieren.

Der Mensch, der aus innerer Sehnsucht nach geistiger Erneuerung seines Wesens strebt, kann jeden Tag mit seiner persönlichen Adventszeit beginnen.

Die 7 Briefe des Online-Seminars können die Grundlage bilden, um sich auf die praktische Umsetzung der Rosenkreuzer-Philosophie vorzubereiten und so der inneren Lichtgeburt entgegen zu leben.

Adventszeit – Zeit des Ankommens bei der Liebe

Öffne jetzt die Türen zu deinem Herzen!

Dieses Online-Seminar ist der Liebe gewidmet und damit dem Herzen jedes Menschen, der an diesem Abend dabei ist. Im Zentrum steht die Frage unseres persönlichen ‚Advents‘, unseres Ankommens bei uns selbst, unserer Wahrheit und bei unserem Herzen, das nichts will außer zu lieben und diese Liebe in der Gemeinschaft zu feiern.

Am Ende eines sehr unfriedlichen und für viele beunruhigenden Jahres bietet dieser Dezember jedem von uns eine exzellente Gelegenheit, den ersehnten Frieden, die Freude, innere Ruhe und das Vertrauen ins Leben zu finden oder zu vertiefen.

Kalender-Spruch November 2016

Science Fiction: Tür zum Himmel

„Wenn du die Tür offenlässt, kannst du sicher sein, dass jemand eintreten wird.“

(aus Afrika)

Wenn man sich in der Welt umschaut, wird deutlich, dass in jedem Land, in jeder Region  die Menschen ein anderes Verhältnis zu „ihrer“ Tür haben. In der Bambushütte unter Palmen ist die Tür nur ein Durchgang, woanders wird die Haustür geschlossen, aber nicht abgeschlossen. In Städten werden Türen abgeschlossen, teilweise mit Vorhänge-schlössern gesichert oder sogar mit einem elektronischen Sicherungssystem inklusive Alarmsignal versehen.

Vorsichtsmaßnahmen dieser Art haben den Sinn, sich vor Diebstahl und ungebetenen Gästen zu schützen. Die schlechten Erfahrungen vieler führen dazu, dass der Spruch Wenn du die Tür offenlässt, kannst du sicher sein, dass jemand eintreten wird nur negativ gesehen wird: Als Warnung.

Anderes dagegen beim „Tag der offenen Tür“, „Tag des offenen Denkmals“ und Ähnlichem. Hier wird eine Einladung ausgesprochen. Gäste werden gezielt aufgefordert, durch die offene Tür einzutreten.

Wenn man diesen Spruch auf die spirituelle Ebene bezieht, fungiert das Bewusstsein als Tür. Es bestimmt, wer oder was hindurch geht und den Menschen beeinflusst. Dabei wird das Gesetz der Anziehung und Abstoßung wirksam. Was der Mensch im Innersten begehrt, was bestimmend ist für sein Denken, Fühlen und Handeln – das wird durch die Tür eintreten. Alles andere wird abgestoßen. So hat jeder weitgehend in der Hand, was er abwehrt und was er einlädt.

Mit den übergeordneten Kräften des Schicksals verhält es sich im Prinzip ähnlich. Die Persönlichkeit, die im Mikrokosmos lebt, kann durch die Erneuerung der Seele und des Bewusstseinszustandes eine gewisse Autonomie erreichen. Störende Einflüsse können nicht so leicht in den Mikrokosmos eindringen, helfende Lichtkräfte dagegen werden hineingezogen. So ist langfristig die geistige Entwicklung gesichert – selbst wenn karmische Stolpersteine immer wieder das Vorwärtskommen auf dem spirituellen Pfad erschweren.

Wird das Licht durch tapfere Kämpfe errungen?

Sterntaler
Sterntaler

„Die Oberflächlichkeit vieler Sagen, Legenden und Mythen besteht darin, dass der Ritter den Drachen durch kultivierte Tapferkeit besiegt. Aber von Tapferkeit ist keine Rede! Wer das Licht des anderen Reiches in sich verankert, steigt über alle Furcht hinaus. Die Furcht ist aus seinem Leben verschwunden; vom Passieren des Torwächters durch gewaltige Kämpfe und Beweise großer Tapferkeit und viel Mut ist keine Rede.“

Jan van Rijckenborgh in den Erläuterungen zu „Das Nykthemeron des Apollonius von Tyana“

Das Licht strahlt in den Mikrokosmos

Im dritten Seminarteil, Der Mensch, ein vielschichtiges Wesen“, ist vom Mikrokosmos die Rede: dem unsterblichen Teil des menschlichen Systems, in dem die Essenz der Erfahrungen der vorangegangenen Inkarnationen aufgezeichnet ist. Den Mikrokosmos kann man als System energetischer Kraftlinien sehen, das den physisch sichtbaren Menschen wie eine Kugel umgibt.

Alfred BastDas Bewusstsein wirkt wie ein Scheinwerfer, der bei den Wendungen des Lebens den Fokus mal auf diesen, mal auf jenen Aspekt in dieser Kugel richtet. Ein Anzeichen wachsenden Bewusstseins liegt darin, nicht mehr wie ein Automat die inneren Impulse ausleben zu müssen, die dem Menschen gerade vom Scheinwerfer gezeigt werden. So muss der Sucher nicht (mehr) von einem Extrem zum anderen pendeln. Der Lichtkegel wird breiter – der Mensch erkennt eine größere Bandbreite dessen, was in ihm angelegt ist. Dazu zählt einerseits all das Irdische – scheinbar „Dunkles“ ebenso wie scheinbar „Helles“; Eitelkeit, Stolz, Boshaftigkeit ebenso wie Güte, Freundlichkeit und Nachgiebigkeit. Beide Seiten können der Selbstbehauptung dienen. Auf einer ganz anderen Ebene, jenseits aller Polarität, wirkt das Göttliche im Menschen, der Geistfunken. Er kann nicht „gesehen“ oder „ergriffen“ werden, er „gehört“ dem Menschen nicht, aber seine Wirksamkeit ist erfahrbar.

Der Mensch lernt, die verschiedenen Ebenen des Lebens in sich zu unterscheiden, zu verstehen und zu akzeptieren – ohne gegen irgend etwas ankämpfen zu müssen.

Er wird zum Beobachter, der seine Aufmerksamkeit zunehmend auf den Urquell allen Lebens richtet. Dabei verabschiedet er sich von seiner bisherigen, begrenzten Sichtweise und seinen Urteilen.

[Redaktion]

Wie kann ein Mensch wiedergeboren werden?

Nikodemus fragt:

„Wie kann ein Mensch wiedergeboren werden, wenn er alt ist? Kann er wiederum in seiner Mutter Leib gehen und neu geboren werden?

Jesus antwortete: „Wahrlich, ich sage dir, es sei denn, dass jemand wiedergeboren werde aus dem Fleische und dem Geiste, so kann er nicht in das Reich Gotte kommen. Der Wind bläst, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl, aber du weißt nicht von wannen er kommt und wohin er fährt.

Goldenes EiDas Licht scheinet vom Osten zum Westen; aus der Finsternis steigt die Sonne empor und geht wieder hinab in die Finsternis. Also ergehet es dem Menschen in alle Ewigkeit.

Wenn sie aus der Finsternis kommt, so hat sie vorher gelebt, und wenn sie wieder niedersinkt, so geschieht es, auf dass sie ein wenig raste und dann abermals lebe.

Also müsset ihr durch viele Wandlungen hindurch, damit ihr vollkommen werdet, so wie es geschrieben steht in dem Buche Hiob: Ich bin ein Wanderer und wechsle einen Platz nach dem andern und ein Haus nach dem andern, bis ich in die Stadt und in das Haus komme, die ewig sind.“

Evangelium des vollkommenen Lebens, Kapitel 37

Intuition: Vom „Bauchgefühl“ bis zu göttlichen Impulsen

Was verstehen wir unter Intuiton?

  • Eine plötzliche Eingebung, das bewusste‚ Denken spielt dabei keine Rolle.
    Beispiel: man schlägt ein Buch an der grade passenden Stelle auf.
  • Ein spontanes Wissen, man fühlt sich ruhig.
  • Das Richtige tun, ohne es geplant oder gewollt zu haben.
    Beispiel: bei einer Wanderung schlägt man den richtigen Weg ein.
  • Man kann etwas, z. B. Möbel bauen, ohne es gelernt zu haben.

Kann eine Intuition falsch sein?

Gesicht IntuitionAuf jeden Fall ist sie nicht nur positiv: Hitler oder Stalin waren hoch intuitive Persönlichkeiten, bzw. jeder erfolgreiche Politiker  folgt seinem „Bauchgefühl“. Hier wird deutlich, dass Intuitionen auch auf kollektiven Suggestionen beruhen können. Der Empfänger ist ein Medium.  In diesem Zusammenhang muss auch an eine Überschattung durch Einflüsse äußerer Kräfte gedacht werden.

Intuitionen entstehen also außerhalb des Bewusstseins. Eine bewusste Verbindung mit dem Aurischen Wesen macht theoretisch Intuitionen überflüssig. Das karmatische Wissen kann gezielt abgerufen werden.

Insgesamt: Eine Intuition

  • Erscheint überraschend
  • Hat ihre Quelle im persönlichen oder kollektiven Unbewussten
  • Sie bezieht sich auf eine aktuelle Frage, ein aktuelles Problem
  • Wahrscheinlich initiieren wir sie mehr oder weniger bewusst, indem wir uns über einen gewissen Zeitraum mit einer Frage beschäftigen, ohne durch Überlegungen  eine Antwort zu finden. Der  Chemiker Kekulé konnte die Ringstruktur des Benzols träumen, weil er sich lange mit den Kohlenstoffverbindungen beschäftigt hatte.
  • Auf einer tieferen Ebene tritt Wissen aus körperlichen, ätherischen oder astralen Strukturen ins Bewusstsein.

Wir sollten berücksichtigen, dass sich ein großer Teil bzw. der größte Teil unseres Lebens im halbbewussten Bereich abspielt. Insofern treten Intuitionen im obigen Sinn wohl weitaus häufiger auf, als uns bewusst ist. Meist verarbeiten wir sie allerdings so schnell, dass sie dem Bewusstsein gar nicht auffallen. Beispiel: Autofahren.

Was verstehen wir unter einer „göttlichen Intuition“?

Wir gingen davon aus, dass damit der große Bereich  dessen gemeint ist, was wir Gnosis nennen.

Die Bedingungen dafür:

  • Auf die Lichtkraft ausgerichtet sein
  • leer werden
  • für andere bzw. nicht für sich selbst etwas wollen
  • Sehnsucht nach etwas Höherem

Diese Art Intuition äußert sich in

  • einem Ganzheits-Bewusstsein
  • in existenziellen Brüchen im Leben
  • einem  neuen Bewusstseinszustand/Lebenszustand
  • einer Überzeugung/Sicherheit, dass ich das Richtige im Hinblick auf meinen spirituellen Weg tue.

Insgesamt:

Die „göttliche Intuition“ bezieht sich auf das Wachstum der neuen Seele. Als unbekannter Ätherstrrom bewirkt sie in  uns immer wieder die Entschlossenheit, den Pfad weiterzugehen. Sie stärkt die Verbindung mit den Lichtkräften der Gnosis, indem sie vor allem Unterscheidungsvermögen bewirkt. Intuitiv erkennen wir uns selbst in aller Deutlichkeit. Im Unterschied zur dialektischen Intuition stärkt die „göttliche Intuition“ also die Bewusstseinskräfte. Sie äußert sich nicht sensationell, sondern ihr Erscheinen hat etwas Selbstverständliches, Natürliches, ein inneres zustimmendes Nicken: So ist es. So können wir den Weg im Vertrauen auf diese innere Führung im Licht der Kenntnis gehen. Diese Art der Intuition gleicht einem immer wieder erlebbaren inneren Erwachen und damit ist verbunden ein Zustand von lebendig werden. Denn die Kenntnis ist immer mit dem Freiwerden von Kraft verbunden. Etwas ist noch von Bedeutung: die „göttlichen Intuitionen“ stoßen ein Fenster auf und dann dringt eine klare und kühle Luft herein. Diese belebt uns, aber sie bleibt unserem Wesen fremd. Sie lässt sich nicht in den Dateien unseres Wissensbestandes speichern. Dann verlöscht sie sehr schnell. Die „göttlichen Intuitionen“  sind Energiepakete, die, wenn sie Erscheinen, zur Veränderung genutzt werden wollen, um sich dann wieder schnell dem Griff unseres Bewusstseins zu entziehen.

[Notizen aus einem Nachmittag in einem Zentrum des Rosenkreuzes]

Das Licht des Christus in mir

In was kannst du dich so versenken?
Und kannst du dich dem so hingeben,
dass alles um dich herum unwichtig wird,
dass alles in dir zum Schweigen kommt, –
und der Lärm um dich herum, dich nicht erreicht?

Rose Innerer Quell

Was kann dir so viel Vertrauen schenken,
wo findest du die Sicherheit,
dass du so darin aufgehen kannst?
Und kannst du dich dem so selbstverständlich hingeben,
dich so verbunden wissen, egal, wo du dich befindest?
Was ist dir so nah?

[Redaktion]