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Das Geheimnis des Herzens, Teil 1: Das Herz – ein Kampfplatz

Wenn wir einen Menschen betrachten und nach seinem Mittelpunkt fragen, werden wir fast zwangsläufig zu seinem Herzen geführt. In der Tat steht das menschliche Herz buchstäblich im Zentrum des Geschehens. Es versorgt alle Zellen und Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Wenn das Herz beginnt seinen Dienst zu versagen, sind die Stunden des Menschen gezählt.

RosenherzIn alten Zeiten wurde das Herz als Sitz der Seele und als Quelle unserer Wünsche, Begierden und Verlangen angesehen. Die ganze Skala der Gefühle, von Liebe bis Hass, ist dort zu Hause. Das Herz ist unser Empfindungsorgan. Durch seine Brille nehmen wir die Welt war, verteilen wir Sympathie und Antipathie an die Mitmenschen.

Oft erfahren wir das Gefühl innerer Spannungen. Dann kommen die Gefühle mit den Gedanken in Konflikt. Meistens und letztendlich behalten die Gefühle die Oberhand, verlangen die Begierden nach Befriedigung. Der Verstand hat das Nachsehen. „Was das Herz nicht will, kommt in das Haupt nicht hinein“.

Im Lauf der Zeiten wurden die verschiedensten Methoden angewandt, um das Herz zu kultivieren, doch von Zeit zu Zeit drängen die Begierden aus den Tiefen des Menschen an die Oberfläche. Oft hält der dünne Kulturfirnis aus Moral und Erziehung den Druck nicht aus und zerreißt. Der Mensch zeigt unverblümt seinen Egoismus und seine Selbstbehauptung.

Täglich steigen unzählige Wünsche aus unserem Herzen auf. Manche davon richten sich auf das materielle Leben, andere zeigen sich als Bedürfnisse unserer Seele, und schließlich empfinden wir manchmal eine Sehnsucht nach etwas Höherem, nach dem Absoluten, das wir nicht kennen und das mit Worten nicht zu beschreiben ist.

Jeder kennt die Erfahrung, dass dieselben Wünsche immer wiederkehren. Anscheinend lassen sie sich auf Dauer und nie endgültig zufrieden stellen.

In beinahe unendlichem Kommen und Gehen der Dinge, im beständigen Wandel der Welt berauschen wir uns an der Vielfalt immer neuer Formschöpfungen und treten damit ein in den Kreislauf von Begehren – Verführung der Sinne – und dem Begehren nach noch mehr. Wir verlieren uns im Schein der äußerlichen Welt.

Es gibt nichts, was der Mensch nicht begehren würde. Macht, Reichtum, Ehre – alles zieht er in seinen Bannkreis hinein. Auch hohe Ideale von Menschlichkeit, Vollkommenheit, Einheit sehnt er herbei.

Dabei empfindet er zuweilen einen Mangel, den er sich nicht erklären kann. Die Sehnsucht des Menschen nach Erfüllung ist manchmal so stark, dass für einen Moment die irdischen Wünsche verblassen. Und in diesem Augenblick kann er eine Impression des ganz Anderen empfangen, wofür es keine Worte gibt.

Im zweiten Teil geht es um das Herz als Heiligtum.

Advent – Tradition oder Vorbereitung für den Neuanfang?

Die Adventszeit beginnt ungefähr vier Wochen vor Weihnachten. Advent bedeutet übersetzt: Ankunft. Wer oder was kommt an? Schon im frühen Mittelalter sprach man von Adventus Domini, der Ankunft des Herrn. In der christlichen Tradition bereiten sich die Menschen während dieser Wochen auf Weihnachten, die Geburt Jesu Christi, vor. Es gibt unzählige Gebräuche, die Zeit bis zur Ankunft des Christkindes zu gestalten. Fast jeder hat es von Kindertagen an bis heute in der einen oder anderen Form erlebt: An jedem der vier Adventssonntage wird am Adventskranz nacheinander eine der vier Kerzen entzündet, im Adventskalender wird täglich eines der 24 Türchen geöffnet, ein Lichterbogen wird ins Fenster gestellt. Und es ist die Zeit der Wunschzettel sowie der Weihnachtseinkäufe.

nodeid7830_rosenherz2Was bedeutet die Ankunft des Jesuskindes und seine Geburt in der Heiligen Nacht – jenseits von religiösem Brauchtum und Konvention? Spirituell verstanden ist es kein einmaliges Geschehen, das vor rund 2000 Jahren in Palästina stattfand, sondern das Symbol für ein Ereignis, das sich jederzeit in jedem Menschen vollziehen kann. Es ist die Geburt einer neuen, aus dem Geistkern geborenen Seele, die die Grundlage für den geistigen Weg bildet.

Dazu ist ein Prozess der inneren Verwandlung nötig, der sich in den Wochen vor der Weihe-Nacht vollziehen muss. Ohne diese Vorbereitungszeit, die wie eine Schwangerschaft der Geburt vorausgeht, kann sich das geistige Licht im Menschen nicht manifestieren.

Der Mensch, der aus innerer Sehnsucht nach geistiger Erneuerung seines Wesens strebt, kann jeden Tag mit seiner persönlichen Adventszeit beginnen.

Die 7 Briefe des Online-Seminars können die Grundlage bilden, um sich auf die praktische Umsetzung der Rosenkreuzer-Philosophie vorzubereiten und so der inneren Lichtgeburt entgegen zu leben.

Adventszeit – Zeit des Ankommens bei der Liebe

Öffne jetzt die Türen zu deinem Herzen!

Dieses Online-Seminar ist der Liebe gewidmet und damit dem Herzen jedes Menschen, der an diesem Abend dabei ist. Im Zentrum steht die Frage unseres persönlichen ‚Advents‘, unseres Ankommens bei uns selbst, unserer Wahrheit und bei unserem Herzen, das nichts will außer zu lieben und diese Liebe in der Gemeinschaft zu feiern.

Am Ende eines sehr unfriedlichen und für viele beunruhigenden Jahres bietet dieser Dezember jedem von uns eine exzellente Gelegenheit, den ersehnten Frieden, die Freude, innere Ruhe und das Vertrauen ins Leben zu finden oder zu vertiefen.

Wochenend-Konferenz in Calw: Der Mensch – Schöpfer seiner Wirklichkeit, 12./13. November 2016

Mensch werde wesentlichJeder Gedanke ist Energie. Jeder Gedanke hat eine kreative, energetische Macht. Jeder Gedanke erschafft Entwicklungen, die zur Realität des Menschen werden. Mit seinen Gedanken gestaltet er die Welt. Aus welcher Kraft schöpft der Mensch?

Soweit der Mensch unbewussten Impulsen folgt, die aus seinem Inneren aufsteigen, gestaltet er seine Wirklichkeit nicht nur positiv.

In seiner Seele existiert jedoch ein Raum, der eine freie Wahl ermöglicht.

Aus dem göttlichen Kern im Inneren steigt eine Sehnsucht auf, das Absolute zu finden. Diese Sehnsucht lässt den Menschen nicht eher ruhen, bis der Mensch den Freiraum in sich immer klarer erkennt, erspürt und schließlich ganz in ihm aufgeht.

Bei dieser Konferenz geht es um den Menschen als Schöpfer seiner Wirklichkeit. Sie sind herzlich eingeladen zu einer besonderen Begegnung mit sich selbst und dem Licht des Tempelfeldes der Rosenkreuzer.

Beginn: Sa. 12. November 2016, 11:30 Uhr
Ende: So. 13. November 2016, 18:00 Uhr
Ort: Christian Rosenkreuz Konferenzzentrum Calw
Kostenbeitrag: 80 Euro
bei Unterbringung in Gruppenzimmern inkl. vegetarischer Verpflegung

Weitere Informationen und Details zur Anmeldung finden Sie hier.

Kalender-Spruch August 2016

„Die Beharrlichkeit ist ein Talisman für das Leben.“

(aus Afrika)

Beharrlichkeit ist eine Eigenschaft, die im täglichen Leben selten geworden ist. Man möchte schnell und ohne große Anstrengung die anvisierten Ziele erreichen.   Wissenschaftler, Künstler, Sportler benötigen jedoch Beharrlichkeit, wollen sie erfolgreich sein. Und ebenso verhält es sich auch mit allen, die einen spirituellen Weg einschlagen.

Sterntaler
Sterntaler

Was ist ein Talisman? Es ist ein Gegenstand, der dem Besitzer Glück bringen oder ihn schützen soll. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Talisman Beharrlichkeit? Wie entsteht sie und wie kann man sie erlangen? – Beharrlichkeit wird dem strebenden Menschen geschenkt! Es ist die Sehnsucht der Seele nach der Verbindung mit dem göttlichen Geist. Sie ist die Antriebskraft, die dem Menschen einen langen Atem verleiht. Das starke innerliche Verlangen der Seele berührt immer wieder das Bewusstsein, so dass Zweifel verschwinden und der erlahmende Wille gestärkt wird. Genährt wird die neue Seele durch die Kraft aus dem Geistkern im Herzen des Menschen. Diese Energie ist der Garant dafür, dass das Ziel des spirituellen Weges erreicht wird – unabhängig von der Tagesform, von der guten oder schlechten Stimmung der Persönlichkeit.

Jeder Mensch besitzt diesen Talisman in seinem Wesen. Welch ein Glück!

Kalender-Spruch Juni 2016

„Wer macht, was sein Vater nicht gemacht hat, wird sehen, was sein Vater nicht gesehen hat“.

(Aus Afrika)

Aussicht in Island
Exponierte Fernsicht (Island)

Wenn Kinder erwachsen geworden sind und das Elternhaus verlassen haben, beginnen sie eigene Wege zu gehen. Äußerlich betrachtet unterscheidet sich ihr Lebensweg meistens von dem des „Vaters“. Die Zeiten haben sich verändert. Jede Generation beeinflusst den Zeitgeist und wird von ihm geprägt.

Innerlich leben die „Kinder“ oft in der Tradition des Elternhauses weiter, zum Beispiel hinsichtlich der Wertvorstellungen, der Weltanschauung und des Glaubens.

Es gibt auch „Kinder“, die im Lauf des Lebens innerlich die Ahnung von etwas Größerem verspüren, das weit über die persönlichen Gegebenheiten hinausreicht. Etwas, was sich unabhängig von ihrem äußeren Leben entfalten will. Der Wunsch nach Erneuerung des eigenen Lebens wird spürbar und die Suche nach dem ganz Anderen beginnt. Was kann  diese Sehnsucht stillen? Das Gesetz der Resonanz führt diesen Menschen zu einem spirituellen Quell, der mit der Qualität der Sehnsucht übereinstimmt. So beginnt eine Art Doppelleben, wobei das äußerliche Leben allmählich zurücktritt und der geistige Weg für die Lebensgestaltung bestimmend wird.

Wer einen spirituellen Weg beschreitet, „sieht“ Dinge, die sein „Vater“ nicht gesehen hat.

Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) formuliert den afrikanischen Spruch positiv:

„Man muss Neues machen, um etwas Neues zu sehen“.

Mensch werde wesentlich: Lebensstufen und Wandlungen – Birnbach, 5.3.2016

Mensch werde wesentlichDas Leben des Menschen ist eine abwechslungsreiche Reise mit wundervollen Momenten und tiefen Krisen. Jeder Lebensabschnitt birgt neue Entwicklungsmöglichkeiten und bringt besondere Aufgaben mit sich.

Aus den Seelenkräften des Menschen heraus entsteht die Sehnsucht, sich den tieferen Sinn des Lebens bewusst zu machen.

Welches Erleben ist auf jeder Lebensstufe möglich? Welches Bewusstsein entsteht? Welche Seelenwanderungen können damit verbunden sein? Diese Fragen sind Gegenstand eines einleitenden Vortrags sowie mehrerer Themenforen und Workshops.

Das Programm, die Themenforen sowie Details zur Anmeldung finden Sie hier.

Kalender-Spruch Januar 2016

Wer ankommen will, hat schon die Hälfte des Weges beschritten.

So wie uns das Zeitempfinden manchmal eine Minute lang und eine Stunde kurz erscheinen lässt, wird auch das Raumempfinden je nach innerer Verfassung einen Weg verlängern oder verkürzen.

Fußspuren im Sand

Das Bewusstsein des Pilgers auf dem spirituellen Weg kennt diese Schwankungen.

Lässt er sich von der Sehnsucht seiner Seele nach Erleuchtung und Befreiung tragen, wird der Weg immer kürzer, je mehr er sich dem Ziel nähert.

Es gibt sogar Momente, in denen der Pilger, der Weg und das Ziel in einem Punkt verschmelzen. Denn in Wirklichkeit gibt es nur das „Alles im Jetzt“.

[Redaktion]

 

Intuition: Vom „Bauchgefühl“ bis zu göttlichen Impulsen

Was verstehen wir unter Intuiton?

  • Eine plötzliche Eingebung, das bewusste‚ Denken spielt dabei keine Rolle.
    Beispiel: man schlägt ein Buch an der grade passenden Stelle auf.
  • Ein spontanes Wissen, man fühlt sich ruhig.
  • Das Richtige tun, ohne es geplant oder gewollt zu haben.
    Beispiel: bei einer Wanderung schlägt man den richtigen Weg ein.
  • Man kann etwas, z. B. Möbel bauen, ohne es gelernt zu haben.

Kann eine Intuition falsch sein?

Gesicht IntuitionAuf jeden Fall ist sie nicht nur positiv: Hitler oder Stalin waren hoch intuitive Persönlichkeiten, bzw. jeder erfolgreiche Politiker  folgt seinem „Bauchgefühl“. Hier wird deutlich, dass Intuitionen auch auf kollektiven Suggestionen beruhen können. Der Empfänger ist ein Medium.  In diesem Zusammenhang muss auch an eine Überschattung durch Einflüsse äußerer Kräfte gedacht werden.

Intuitionen entstehen also außerhalb des Bewusstseins. Eine bewusste Verbindung mit dem Aurischen Wesen macht theoretisch Intuitionen überflüssig. Das karmatische Wissen kann gezielt abgerufen werden.

Insgesamt: Eine Intuition

  • Erscheint überraschend
  • Hat ihre Quelle im persönlichen oder kollektiven Unbewussten
  • Sie bezieht sich auf eine aktuelle Frage, ein aktuelles Problem
  • Wahrscheinlich initiieren wir sie mehr oder weniger bewusst, indem wir uns über einen gewissen Zeitraum mit einer Frage beschäftigen, ohne durch Überlegungen  eine Antwort zu finden. Der  Chemiker Kekulé konnte die Ringstruktur des Benzols träumen, weil er sich lange mit den Kohlenstoffverbindungen beschäftigt hatte.
  • Auf einer tieferen Ebene tritt Wissen aus körperlichen, ätherischen oder astralen Strukturen ins Bewusstsein.

Wir sollten berücksichtigen, dass sich ein großer Teil bzw. der größte Teil unseres Lebens im halbbewussten Bereich abspielt. Insofern treten Intuitionen im obigen Sinn wohl weitaus häufiger auf, als uns bewusst ist. Meist verarbeiten wir sie allerdings so schnell, dass sie dem Bewusstsein gar nicht auffallen. Beispiel: Autofahren.

Was verstehen wir unter einer „göttlichen Intuition“?

Wir gingen davon aus, dass damit der große Bereich  dessen gemeint ist, was wir Gnosis nennen.

Die Bedingungen dafür:

  • Auf die Lichtkraft ausgerichtet sein
  • leer werden
  • für andere bzw. nicht für sich selbst etwas wollen
  • Sehnsucht nach etwas Höherem

Diese Art Intuition äußert sich in

  • einem Ganzheits-Bewusstsein
  • in existenziellen Brüchen im Leben
  • einem  neuen Bewusstseinszustand/Lebenszustand
  • einer Überzeugung/Sicherheit, dass ich das Richtige im Hinblick auf meinen spirituellen Weg tue.

Insgesamt:

Die „göttliche Intuition“ bezieht sich auf das Wachstum der neuen Seele. Als unbekannter Ätherstrrom bewirkt sie in  uns immer wieder die Entschlossenheit, den Pfad weiterzugehen. Sie stärkt die Verbindung mit den Lichtkräften der Gnosis, indem sie vor allem Unterscheidungsvermögen bewirkt. Intuitiv erkennen wir uns selbst in aller Deutlichkeit. Im Unterschied zur dialektischen Intuition stärkt die „göttliche Intuition“ also die Bewusstseinskräfte. Sie äußert sich nicht sensationell, sondern ihr Erscheinen hat etwas Selbstverständliches, Natürliches, ein inneres zustimmendes Nicken: So ist es. So können wir den Weg im Vertrauen auf diese innere Führung im Licht der Kenntnis gehen. Diese Art der Intuition gleicht einem immer wieder erlebbaren inneren Erwachen und damit ist verbunden ein Zustand von lebendig werden. Denn die Kenntnis ist immer mit dem Freiwerden von Kraft verbunden. Etwas ist noch von Bedeutung: die „göttlichen Intuitionen“ stoßen ein Fenster auf und dann dringt eine klare und kühle Luft herein. Diese belebt uns, aber sie bleibt unserem Wesen fremd. Sie lässt sich nicht in den Dateien unseres Wissensbestandes speichern. Dann verlöscht sie sehr schnell. Die „göttlichen Intuitionen“  sind Energiepakete, die, wenn sie Erscheinen, zur Veränderung genutzt werden wollen, um sich dann wieder schnell dem Griff unseres Bewusstseins zu entziehen.

[Notizen aus einem Nachmittag in einem Zentrum des Rosenkreuzes]