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Intuition: Spontaneität und kreative Prozesse

Was heißt es, natürlich intuitiv zu handeln?

 Was bedeutet hier „natürlich“?  –  Ist damit Spontaneität gemeint?

Dann bedeutet das für mich eine Handlungsweise, die ich in dem Moment vielleicht gar nicht erklären könnte, die sich aber richtig und stimmig anfühlt und auch vom Denkvermögen als wahr erkannt und angenommen wird – hinterher, denn so schnell ist das Denken meist nicht. Intuitives Handeln beinhaltet für mich und basiert auf einem großen Vertrauen in Werte, Kräfte und Energien, die bereit sind, sich zu offenbaren, und die nicht beiseite geschoben werden wollen.  Hier, in dieser Spontaneität, habe ich auch das Gefühl und erlebe auch, dass der Denkapparat einfach umgangen wird zugunsten einer schnellen Lösung auf der Basis höherer Seelenqualität. So gesehen scheint mir intuitives Handeln als die Umsetzung einer unbewussten Erkenntnis oder Wahrnehmung unter Nichtberücksichtigung oder Umgehung der bekannten Denkvorgänge, die mit angesammeltem Wissen und mit Erinnerungen arbeiten.

Gesicht IntuitionWobei ja auch Wissen und Erinnerungen sich immer mehr verändern und damit eine neue Betrachtungsweise möglich machen. Hier scheint mit der Zeit manches immer mehr ineinanderzugreifen, was früher durchaus unterschiedlichen Bereichen angehörte.

Wie erlebt ihr Intuition im Alltag? Wie läuft der Prozess von Wahrnehmung – Intuition –  Handeln im Bewusstsein ab?

Am deutlichsten spüre ich dies intuitive Geschehen, wenn ich ein Gedicht schreibe oder male, also in kreativen Prozessen. Das kann so weit gehen, dass wie aus einem geöffneten Wasserhahn die Worte herausfließen oder das Bild sich malt. Wobei ich trotzdem das Empfinden habe, ohne meinen Wortschatz oder mein Wissen von z. B. Farbmischungen und Techniken könnte nicht zustande kommen, was dann entsteht. Wir stellen uns einander zur Verfügung. Und manchmal denke ich, das kann gar nicht allein aus mir heraus kommen. Das ist eine Inspiration aus trans- oder suprapersonalen Ebenen, die durch mein in dem Moment transparent gewordenes Tagesbewusstsein einfließt.

[Frau A.]

Intuition: Ein Fließen aus unmerklichen Anfängen in weitere Gefilde

Dieser Fragenkomplex über Intuition ist etwas, was mich seit längerem immer wieder berührt, beschäftigt und angeschaut werden will. Durch dies immer wieder Hinschauen meine ich, einen Prozess zu erkennen, der aus unmerklichen Anfängen in weitere Gefilde führt. So gesehen ist bei einer Beschreibung immer nur eine Momentaufnahme von etwas möglich, das eigentlich fließt, in steter Veränderung ist. Es ist nicht einfach, dafür Worte zu finden, aber ich will es mal versuchen. Und nicht zu vergessen: Dies sind Worte von heute, aus diesem Moment heraus … Vielleicht sähen sie morgen anders aus.

Was bedeutet für euch Intuition?

Gesicht IntuitionIntuition ist für mich die Qualität einer Wahrnehmung, die ich nicht willkürlich abrufen kann. Sie ermöglicht mir  Einsicht und Erkenntnis, ja Hilfen  aus einem Bereich, der meinem Tagesbewusstsein normalerweise verschlossen ist. Diese steigen aus dem tiefsten Inneren auf und in dem Moment weiß ich: Ja, so ist es, das ist wahr, stimmig.  Oder: Hierhin führt der nächste Schritt.  Intuition wird für mich möglich, wenn ich die anstehende Thematik so tief wie es mir möglich ist studiert, ergründet und in mir bewegt habe – wenn ich das meinige gegeben habe. Dann ‚übernimmt‘ quasi eine andere ‚Institution‘ und hilft weiter. Auf diese Weise wird die Wahrnehmung und Erkenntnis aus einer höheren Quelle gespeist, die dann meine Gegebenheiten, Fähigkeiten und Talente nutzt, um zum Ausdruck zu gelangen.

Wie nehmt ihr den Unterschied zwischen natürlicher Intuition und höherer, göttlicher Intuition wahr?

Diese Grenzlinie empfinde ich manchmal als schwimmend, für mich nicht immer klar erkennbar, bzw. verschwindend. Zunächst habe ich unterschieden zwischen einerseits natürlichen Impulsen, die ich mehr dem instinktiven Bereich zugeordnet habe und die auch das praktische Alltagsgeschehen betrafen. Und dann den Intuitionen, die den seelisch-geistigen Bereich betrafen. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, ob diese Betrachtungsweise richtig ist, denn wenn ich „mein Denken im Licht halte“, ergibt sich für mich der Eindruck, dass Intuitives auch in den natürlichen Bereich vordringt.

[Frau A.]

Die Intuition der neu werdenden Seele

Intuition empfängt Eindrücke, die oberhalb des Wahrnehmungsbereichs der Sinnesorgane liegen. Es gibt Intuition auf verschiedenen Stufen, z. B. wie der Instinkt der Tiere auch beim Menschen auf der Persönlichkeits-Ebene, aber auch in Verbindung mit höheren astralen Ebenen, je nach dem Reifezustand der Seele.

Gesicht IntuitionWie nehmt Ihr den Unterschied zwischen natürlicher Intuition und höherer, göttlicher Intuition wahr?

Beispiele für intuitives Wahrnehmen auf der Persönlichkeitsebene: man spürt, dass es einem nahe stehenden Menschen schlecht geht oder dass Gefahr droht. Es gibt Menschen, die Ereignisse voraus sehen können. Oder auch „Gedankenübertragung“. Man kann die innere Bewegtheit oder das psychische Wesen eines Menschen wahrnehmen.

„Göttliche“ Intuition dagegen ist das Erkennen der Wahrheit oder auch der Einheit; dessen, was über Sympathie und Freundschaft hinaus geht oder auch das Wahrnehmen des göttlichen Wesens in anderen Menschen.

Wie erlebt Ihr Intuition im Alltag?

Beispiel: die Begegnung mit einem anderen Menschen macht mir ein ganz ungutes Gefühl. Im Denken tauchen dann Bilder aus der Erinnerung an ähnliche Erlebnisse auf oder andere Assoziationen, die in mir bewusst oder meist eher unbewusst zu einem Urteil über diesen Menschen führen: z.B. der lügt, der ist nicht echt, arrogant, der will mir was. Und dem entsprechend ist mein Handeln: es kommt zu Streit oder ich meide in Zukunft die Begegnung.

Die Intuition der neu werdenden Seele erfasst dagegen viel weiter: sie fühlt keinen Angriff auf der Persönlichkeits-Ebene, sondern nimmt den anderen Menschen auch in seinem Suchen nach höherem Leben wahr und weiß, dass er wegen seiner karmischen Prägung nicht anders handeln kann. Das Gefühl ist Liebe und das Denken kann eine Frage formulieren, wie die Situation zu klären ist oder dem anderen zu helfen ist.

[Frau M.]

Frei-Raum für alles, was da kommen kann

Je mehr Hingabe mir möglich ist  –  „Herr was willst Du, was ich tun soll ? –   Dein Wille geschehe“   –  um so mehr kann ich wahrnehmen, um so mehr wird mir bewusst. Für mich ist es wie ein Geschenk, für das ich bereit bin (nicht mehr und nicht weniger).

Gesicht IntuitionIm Alltag läuft es für mich so am besten ab, wenn ich für eine Situation alles tue, was ich kann (und wie ich es im Moment kann), mit dem Gedanken, dass meine Handlung oder mein Verhalten so sein sollte, wie es für alle Beteiligten am besten ist. Dann lasse ich es los und sehe was kommt. Also möglichst ohne feste Vorstellungen, wie etwas zu sein hat. Das heißt, ich gebe den Raum frei für Alles was da kommen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn mir das gelingt, dann geschehen reine Wunder, denn es geschehen Dinge, die ich mir in meiner begrenzten Vorstellung niemals hätte wünschen oder auch nur ausdenken können.

Also dadurch, dass ich mich mit diesem vollkommenen Vertrauen, dass alles was geschieht absolut richtig ist, hingeben oder öffnen kann, entsteht das Vollkommene! Im Kleinen wie im Großen, auf allen Ebenen. Dazu ist es aber nötig, dass ich mir das immer wieder ins Bewusstsein hebe.

Natürlich stehen mir auch oft meine Gefühle oder mein Denken im Wege aber der Prozess findet statt.

Die Wahrnehmung der Intuition ist für mich wie ein Blitzgedanke im Herzen. Die Handlung kann nicht willentlich geschehen. Ich glaube das Handeln der Intuition entsprechend kann nur spontan geschehen, wenn es im Bewusstsein verankert ist. Wenn mein Ego-Wille dazwischen steht funktioniert es nicht.

[Frau D.]

Intuition im Alltag: Einkaufen und Wahr-Nehmung

Wie erlebt ihr Intuition im Alltag? Wie läuft der Prozess von Wahrnehmung – Intuition – Handeln im Bewusstsein ab? 

Intuition erlebe ich im Alltag zum Beispiel beim Einkaufen. Mein Körper weiß ziemlich genau, was er braucht und was nicht, aber oft höre ich nicht auf ihn, weil ich denke, dass ich selbst weiß, was gut ist und was nicht. Es geht immer darum, unterscheiden zu lernen. Intuitiv handelt man aber auch gerade auf sozialer Ebene  im Umgang mit Anderen – wir sind soziale Wesen (vergleichbar mit dem Tierreich).

Gesicht Intuition

Wir nehmen ständig irgendwelche Dinge wahr. Schon im Begriff „Wahrnehmung“ stecken die Wörter ‚wahr‘ und ’nehmen‘. Wahrnehmung findet auch auf unterschiedlichen Ebenen statt. Nehme ich ein Gefühl wahr, oder dass ein Käfer über meinen Arm krabbelt,  oder eine Regung in meinem  Inneren , die ich annehme und sich so im Äußeren manifestiert? Ich stelle mir das so vor, dass wenn alles im Einklang ist, eine intuitive Wahrnehmung erfolgt und man  das Angenommene für absolut wahr empfindend durch seine ganzen Vermögen (Haupt, Herz…), dass diese sich am Anfang als Intuition in einem manifestieren kann und so zur Ausprägung nach Außen (=Handlung) kommt.

[Frau K.]