Schlagwort-Archiv: Weisheit

Was es heißt, ein Mensch zu sein

In seinem Buch Treibsand. Was es heißt, ein Mensch zu sein beschreibt Henning Mankell die verschiedensten Begebenheiten und Begegnungen in seinem Leben. Seine Gedanken zur gestellten Krebsdiagnose durchziehen wie ein roter Faden die kurzen Erzählungen. Vor dem Hintergrund seiner Lebenserfahrungen versucht er, sich dieser lebens-bedrohenden Erkrankung zu nähern und sie in sein Bewusstsein einzulassen. Es scheint, dass er mit sich ins Reine gekommen ist und den Treibsand hinter sich gelassen hat.

„Ich bin nicht religiös und bin es auch nie gewesen. Jetzt, da ich Krebs habe, bin ich oft erstaunt über Menschen, die in ihrem Glauben Trost finden. Ich respektiere sie, aber ich beneide sie nicht.Dennoch bin ich mir einer Sache sicher, als ob ich trotz allem eine diffuse religiöse Überzeugung mit mir herumtrüge.“

Was heißt es, ein Mensch zu sein?

FragezeichenAntworten findet man in der Universellen Lehre, die aus dem einen schöpferischen Quell hervorgeht. Sie wurde in Heiligen Schriften aufbewahrt und zu allen Zeiten von Menschheitslehrern verkündet.

Die Schule des Rosenkreuzes steht in der Tradition dieser alten Weisheiten. Das Ziel des Schülertums ist es, die Lehren in Lebenspraxis umzusetzen. Das bedeutet die vollständige Transformation des eigenen Wesens. Eine entscheidende Hilfe dabei ist das Kraftfeld der Mysterienschule, das vom göttlichen Geist inspiriert ist.

Eine Einführung in die Philosophie des Rosenkreuzes bieten die sieben Briefe des Online-Seminars.

Geist und die Realität der Wiedergeburt

„Wenn der Geist eine Funktion in der Welt hat,Beuys-Sünnerfilm
dann ist die Wiedergeburt keine Glaubensfrage, sondern eine Realität.“

(Joseph Beuys, Künstler)

Um sich dieser Aussage annähern zu können, kann man mit zwei Thesen beginnen:

  1. Es gibt eine Welt des Geistes, die uns Erdenmenschen nicht zugänglich ist.
  2. Diese Wiedergeburt hat etwas mit dem Geist und dem Menschen zu tun.

Pendelzeichnung

Zwischen beiden Thesen liegt zunächst eine Kluft, die aber mit den Aussagen alter Weisheit überbrückt werden kann.

Sie sagen Folgendes: Der irdische Mensch ist sterblich, unvollkommen und existiert hier wie im Exil. Sein ursprüngliches Lebensgebiet ist die göttliche oder geistige Sphäre. Eine göttliche Schöpfung wie das menschliche Wesen kann nicht verloren gehen, sie ist unlösbar mit ihrem Schöpfer verbunden.

In jedem Erdenleben, also in jeder Inkarnation auf der Erde gibt es eine Möglichkeit der Wiedergeburt. Der Mensch muss daher nichts glauben, sondern er kann innerlich wissen, dass die Rückkehr in den ursprünglichen Zustand des geistigen Lebens zu einer Realität werden kann. Unter welchen Voraussetzungen? Es beginnt damit, dass sich der Mensch in seinem Inneren des geistigen Kerns bewusst wird. Er ist der energetische Verbindungspunkt zur geistigen Sphäre. Wird der Kern aktiviert, übertragen sich seine hohen Schwingungen nach und nach auf den ganzen Menschen. Es setzt die Wiedergeburt ein mit der Folge, dass das Bewusstsein in die Realität der geistigen Welt eintauchen kann.

[Redaktion]

Selbstheilungskräfte

Wohl jeder hat schon beobachtet, dass sich eine kleine Schnittwunde am Finger „wie von selbst“ verschloss und abheilte. Heutzutage ist es fast selbstverständlich geworden, auf die Selbstheilungskräfte des Körpers hinzuweisen und sie in die ärztlichen Therapie einzubeziehen.

Johann Wolfgang von Goethe sagte: Alles Vergängliche ist wie ein Gleichnis.

Paracelsus
Paracelsus

Auf die Menschheit bezogen heißt dies: Wenn der Körper Selbstheilungskräfte besitzt, muss es Entsprechendes auch auf der seelischen und geistigen Ebene geben. Und in der Tat, die alten überlieferten Weisheiten der Völker enthalten konkrete Hinweise, wie der Mensch seine geistigen Selbstheilungskräfte aktivieren und wie er damit wirken kann. Von den drei Elementen, aus denen der Mensch besteht, ist sowohl der Körper als auch die natürliche Seele vergänglich. Aber der geistige Kern jedes Menschen ist unsterblich. Und er enthält das universelle Heilmittel. Wer in seinem „System“ diese heilende Essenz geistiger Kräfte nutzt, setzt damit eine Kettenreaktion mit selbstheilenden Wirkungen in Gang. Wie sieht das konkret aus? Der „schlafende“ Kern wird durch einen energetischen Impuls aus der geistigen Sphäre angestoßen und beginnt mit seinen Strahlungen alle Elemente des menschlichen Systems zu beeinflussen. Dies bewirkt eine tiefgreifende Regeneration im gesamten System. Die Heilung des vom Geist getrennten Menschen setzt ein und der Geistmensch des Urbeginns kann zur Geburt gebracht werden.

Über diesen Transformationsprozess oder Heiligung werden Schüler einer Mysterienschule zu allen Zeiten theoretisch und praktisch unterrichtet. Bis heute erinnern daran einige Wörter, in denen das „Heil“ steckt: der Heilige, Heilkunde, der Heiland (Heilsbringer), der heilige Geist (geistige Kraft), Heilige Nacht (die Nacht, in der der Heiland, Jesus, geboren wurde).

Dieses Geschehen kann heute jeden Tag in einem Menschenherzen stattfinden.

[Redaktion]

Das goldene Licht

Dein goldenes Licht ließ sich in mein Gehirn hernieder;
des Geistes graue Räume spiegeln, sonn-belegt,
geheime Ebenen der Weisheit strahlend wider,
die Flamme brennt, es herrscht Erleuchtung unbewegt.

Lichtstrahlen

Dein goldenes Licht kam bis in meine Kehle nieder,
und eine Gottesmelodie ist all mein Sprechen,
ein einz´ger Lobgesang an Dich sind meine Lieder
mein Wort vom Weine des Unsterblichen ein Zeichen.

Dein gold´nes Licht begab sich in mein Herz hinein,
und Deine Ewigkeit nahm in Beschlag mein Leben.
Für Deinen Aufenthalt war es zum Tempelschrein,
all seine Leidenschaft zu Dir allein ein Streben.

Und als Dein goldenes Licht mir in die Füße fiel,
ward meine Erd´ Dein Sitz und Stätte Dir zum Spiel.

aus Sri Aurobindo, Sonette

Alles wird vom göttlichen Licht durchstrahlt …

Im ersten Teil des Online-Seminars findet man den Satz:
Alles wird vom göttlichen Licht durchstrahlt und nimmt darin Gestalt an.

Griechenland SonnenuntergangDarüber will ich nach-denken. Das göttliche Licht – wie kann ich das begreifen, umfassen? Vor allem: wie weiß ich, dass es mich durchstrahlt? Gott ist unendlich fern von mir und gleichzeitig in mir, sagt die alte Weisheit. Es muss also etwas in mir sein, das das göttliche Licht auffängt und festhält. Denn sonst strahlt es nur durch mich hindurch ohne Spuren zu hinterlassen. Aber es bewirkt etwas in meinem Wesen. Kann ich diese „Gestalt“ wahrnehmen? Meine fünf Sinne sind zu grob dafür. Jedoch in meinem Herzen scheint es auf, dieses göttliche Licht. Mein Bewusstsein sieht klarer wie ich bin, wie die Welt ist. Dieses innere Licht erhellt mein Denken und meine Empfindungen. Bleibt es dabei? Ich muss dem Licht entgegengehen, indem ich es ernst nehme. Es fordert mich auf, dies und jenes zu korrigieren. Auf einmal erkenne ich das Alte und das Neue, das sich bereits ankündigt. Es wird mir bewusst, dass das Licht für meine Seele erstrahlt. Und die Seele reflektiert die Erkenntnis in mein Bewusstsein. Dann folgt der nächste Schritt auf dem Weg.

[Redaktion]

Weisheit und das astrale Feld des Menschen

Sonnenuntergang mit Mensch„Alle Weisheit, die in einem Menschen ist,
alle Weisheit, die also zugleich eine Kraft ist,
wird in das astrale Feld projiziert, in dem der Mensch lebt.
Ist dieses astrale Feld von erhabener und universeller Art
und haben dessen Weisheit und Kraft Ewigkeitswert,
dann besitzen die Projektionen ebenfalls Ewigkeitswert,
dauern an und bewirken Kraft“.

Die Alchimische Hochzeit des Christian Rosenkreuz, Teil 1
Jan van Rijckenborgh